Guttenberg muss aus brennendem Jet fliehen

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Ein Fahrwerk im Airbus A319 Flugzeug von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist in Kiew (Ukraine) in Flammen aufgegangen.

Kiew - Dramatische Panne: Ein Fahrwerk im Flugzeug von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist in Kiew (Ukraine) in Flammen aufgegangen. Alles zu dem Unfall:

Die überalterte Luftflotte der Bundesregierung sorgt mit ihren zahlreichen Pannen immer wieder für Ärger. In dieser Woche traf es gleich zwei Kabinettsmitglieder. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) musste in Kiew eine Asienreise unterbrechen. Eine Maschine von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fiel während der Reise zu den deutsch-russischen Konsultationen in Jekaterinburg aus und musste auf dem Weiterflug nach China ebenfalls in Kiew zwischenlanden. Die Kanzlerin konnte mit einem zweiten Flugzeug ihre Reise fortsetzen.

Im Fall von Guttenberg ließ die Luftwaffen-Crew bei einem Tankstopp in der ukrainischen Hauptstadt wegen eines qualmenden Fahrwerks die mehr als zwei Jahrzehnte alte Challenger- Maschine räumen.

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Später stellte sich der Schaden als relativ harmlos heraus. Durch ein Leck in der Nähe der Bremsen war Flüssigkeit ausgetreten. Trotzdem konnte der kleinste VIP-Flieger der Luftwaffe mit nur zwölf Passagiersitzen nicht weiter fliegen. Guttenberg übernachtete von Mittwoch auf Donnerstag in Kiew und setzte seine Reise am Nachmittag mit einer aus Deutschland eingeflogenen Ersatzmaschine fort.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Pannen mit Regierungsfliegern. So kam Merkel im Frühjahr 2009 zu spät zu einem EU-Gipfel, weil eine Challenger wegen eines Triebwerkschadens in Hannover zwischenlanden musste.

Der Austausch der VIP-Flieger der Luftwaffe läuft bereits. Im März übergab die Lufthansa den ersten Airbus A319 mit 44 Plätzen an die Luftwaffe. Ein weiteres Exemplar soll noch in diesem Sommer folgen. Für Langstreckenflüge erhält die Flugbereitschaft Ende des Jahres eine A340 mit 124 Sitzplätzen. Ein zweites Flugzeug dieses Typs soll im nächsten Jahr geliefert werden. Dann sollen auch vier Bombardier-Maschinen in der Größe der Challenger vom Typ Global 5000 an die Luftwaffe übergeben werden.

dpa

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