Trump lobt Saddam Hussein für Töten von Terroristen

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Donald Trump hält nicht viel von Rechtsstaatlichkeit: "Er hat ihnen keine Rechtsbehelfsbelehrung gegeben." Foto: Cnn/Edward M. Pio Roda/Archiv

Raleigh (dpa) - Donald Trump hat bei einer Wahlkampfveranstaltung in North Carolina den ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein für effizientes Vorgehen gegen Terroristen gelobt. "Er war ein Bösewicht - wirklich böse. Aber wissen sie was? Was er gut machte? Er tötete Terroristen."

Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner lobte: "Er machte das wirklich gut. Er hat ihnen keine Rechtsbehelfsbelehrung gegeben. ... Sie waren Terroristen. Ende." Der Einmarsch amerikanischer Truppen 2003 habe das Land destabilisiert, sagte Trump weiter. Heute sei Irak ein "Harvard für Terrorismus".

Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses und Republikaner Paul Ryan erklärte später in einem Interview mit dem Sender Fox News zu Saddam Hussein: "Er war einer der bösartigsten Menschen des 20. Jahrhunderts. ... Er beging einen Genozid an seinem eigenen Volk mit chemischen Waffen." Auch Jake Sullivan, ein Berater von Trumps demokratischer Präsidentschaftsrivalin Hillary Clinton, kritisierte das Lob für Hussein. "Trumps ungenierte Komplimente für brutale Diktatoren ... zeigen wieder einmal, wie gefährlich er als Oberbefehlshaber (des Militärs) wäre und wie unwürdig er des Amtes ist, das er bekleiden will."

CNN-Bericht

New York Times

Paul Ryan bei Fox News

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