Türkische Gemeinde fordert Bundesbeirat für Integration

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Kenan Kolat, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, fordert einen Bundesbeirat für Integration.

Berlin - Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) hat sich für die Gründung eines Bundesbeirats für Integration und Migration ausgesprochen.

Damit bezieht sie sich auf den Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung, in der die Einrichtung eines solchen Gremiums vorgesehen ist. “Bis jetzt hat die Bundesregierung hier mit Untätigkeit geglänzt“, sagte der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Kenan Kolat, am Donnerstag in Berlin.

Zur konkreten Gestaltung des Bundesbeirats hat die TGD jetzt ein Konzept vorgelegt. Demnach sollen Vertreter bundesweit agierender Migrantenorganisationen gemeinsam mit Vertretern der Bundesministerien, zivilgesellschaftlicher Organisationen und der Bundesbeauftragten für Integration die politische Teilhabe von Einwanderern stärken und sich mit integrationspolitischen Problemen auseinandersetzen.

Migranten sollen politisch teilhaben

“In Deutschland wird viel über Integration geredet“, sagte Manuela Paul, die im Auftrag der Türkischen Gemeinde eine Studie über politische Partizipation von Migranten erarbeitet hat. “Darüber wird oft die Bedeutung der gleichberechtigten politischen Teilhabe vergessen.“

Integrationsbeiräte gibt es bisher nur auf kommunaler und teilweise auch auf Landesebene. Im Rahmen des ersten Integrationsgipfels hatte die Türkische Gemeinde bereits 2006 einen Bundesbeirat für Integration gefordert. Damals wurde der Vorschlag von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), abgelehnt.

apn

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