Türkischer Außenminister verspricht Familien der Neonazi-Opfer Hilfe

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Ahmet Davutoglu hat sich mit Angehörigen der Neonazi-Opfer getroffen.

Friedberg - Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu hat den Familien der Neonazi-Opfer erneut seine Unterstützung zugesagt. Der Minister weilt derzeit zu einem Beusch in Deutschland.

Der Politiker habe versprochen, der türkische Staat stehe hinter den Familien, sagte Semiya Simsek, die Tochter eines Ermordeten aus Nürnberg, am Freitag nach dem Treffen mit Davutoglu der Nachrichtenagentur dpa. Der Minister ist seit Donnerstag zu einem viertägigen Besuch in Deutschland und hatte zuvor schon in Hamburg den dortigen Familien der Opfer Unterstützung zugesagt.

Die rechte Terrorzelle - Chronologie der Ereignisse in Bildern

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Simseks Vater, ein Blumengroßhändler, war 2000 in Nürnberg nach bisherigen Ermittlungen von der sogenannten Zwickauer Terrorzelle ermordet worden. Seine Tochter bezeichnete seine Rehabilitierung als sehr wichtig. Es habe immer auch falsche Verdächtigungen gegen ihren Vater gegeben, oft sei von einem kriminellen Hintergrund gesprochen worden. Es hieß unter anderem auch, der Vater Simseks sei in Drogengeschäfte verwickelt gewesen.

“Jetzt haben wir eine Antwort, aber es ist schlimm, dass wir elf Jahre darauf warten mussten“, sagte die 25-Jährige. Simsek erwartet, dass die Mordserie vollständig und transparent aufgeklärt wird. “Uns versprechen jetzt die Politiker viel. Ich hoffe und glaube auch, dass sie sich daran halten. Das gilt für die türkischen wie für die deutschen.“

dpa

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