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Nach Gräueltaten in Butscha: Selenskyj befürchtet noch schlimmere Verbrechen - Das geschah in der Nacht

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Von: Franziska Schwarz

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Ukraine-Krieg: Ein ukrainischer Soldat läuft in der Region Kiew an einem zerstörten russischen Panzer vorbei.
Aufnahme vom 3. April: Ein ukrainischer Soldat in der Region Kiew, im Hintergrund ein zerstörter russischer Panzer © SERGEI SUPINSKY/AFP

Zu den Verbrechen in der Region Kiew im Ukraine-Krieg haben die Ermittlungen begonnen. Der ukrainische Präsident Selenkyj spricht bei einer Musikpreis-Verleihung. Die Ereignisse der Nacht.

Butscha/Kiew/Moskau - Reaktionen auf das Massaker in Butscha: „Das ist eine Hölle, die dokumentiert werden muss, damit die Unmenschen, die sie geschaffen haben, bestraft werden“, schrieb die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa auf Facebook.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj befürchtet noch schlimmere Verbrechen. Er lud die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer Butscha-Reise ein. Merkel* könne sich dort - ebenso wie der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy - ein Bild von ihrer gescheiterten Russland-Politik der vergangenen Jahre machen, so Selenskyj in einer Videobotschaft.

Nach Gräueltaten in Butscha im Ukraine-Krieg: Zahlreiche Leichen-Obduktionen

Am Freitag (1. April) wurde begonnen, die bisher 410 geborgenen Leichen aus der Region Kiew zu obduzieren. Außerdem begannen die Ermittlungen zu den Verbrechen im Kiewer Vorort Butscha. Das teilte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mit.

Die Bilder aus dem Kiewer Vorort Butscha, wo nach dem Abzug russischer Truppen zahlreiche Leichen von Bewohnern auf den Straßen gefunden worden waren, sorgten international für Entsetzen*. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kündigte als Reaktion weitere Russland-Sanktionen an. Moskau bestreitet eine Verantwortung.

Ukraine-Krieg: Selenskyj appelliert bei US-Musikpreis Grammy

Selenskyj hat bei der Grammy-Verleihung am Sonntag um Unterstützung für sein Land gebeten. „Was könnte gegenteiliger zu Musik sein als Krieg?“, sagte Selenskyj per Video-Botschaft. „Füllt die Stille mit eurer Musik“, bat er. „Unterstützt uns auf jegliche Art und Weise, die euch möglich ist.“ 

Ukraine-Krieg-News: Tote und Verletzte in Charkiw, unter ihnen Kinder

In der ostukrainischen Millionenstadt Charkiw wurden in der Nacht nach ukrainischen Angaben 34 Menschen durch russischen Beschuss verletzt. Mindestens sieben Menschen seien getötet worden, schrieb die Staatsanwaltschaft der Region auf Telegram. Unter den Verletzten waren demnach drei Kinder.

In der westukrainischen Stadt Ternopil soll es einen Luftangriff gegeben haben. Die nordukrainische Stadt Tschernihiw ist nach Angaben des dortigen Bürgermeisters inzwischen zu 70 Prozent zerstört.

Ukraine-Krieg: Putin-Truppen ziehen sich laut Kiew aus Region Sumy zurück

Russische Truppen sollen damit begonnen haben, sich aus der ostukrainischen Region Sumy zurückzuziehen. Es sei aber noch zu früh, um von einer Befreiung der Region zu sprechen, sagte der Chef der Gebietsverwaltung von Sumy, Dmytro Schywyzkyj, der Agentur Unian zufolge in der Nacht zu Montag in einer Videobotschaft. Alle Angaben sind aktuell nicht unabhängig überprüfbar.

Ukraine-Krieg: Mariupol laut London „Schlüsselziel“ der russischen Invasion

Mariupol ist nach Ansicht der britischen Militäraufklärung „höchstwahrscheinlich“ ein Schlüsselziel der russischen Invasion. Mit der Einnahme der ukrainischen Hafenstadt könnte eine direkte Landverbindung zwischen Russland und der besetzten Halbinsel Krim hergestellt werden, hieß es in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf Geheimdienstinformationen.

Ukraine-Krieg-News: Tausenden gelingt Flucht aus umkämpften Städten

Mehr als 2600 Menschen wurden nach ukrainischen Angaben am Sonntag aus besonders umkämpften ukrainischen Städten in Sicherheit gebracht. Von den 2694 Menschen seien fast 1500 aus der Region Luhansk gerettet worden, sagte die ukrainische Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk nach Angaben der Zeitung Ukrajinska Prawda. (frs/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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