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Ukraine meldet: Russischer Generalmajor im Krieg gestorben - Video zeigt völlig zerbombtes Charkiw

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Von: Patrick Mayer, Nail Akkoyun, Franziska Schwarz

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Im Ukraine-Krieg startet Russland eine neue Offensive. Doch Putins Armee kommt viel langsamer voran, als geplant. Der News-Ticker.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Infos zum militärischen Konflikt im Russland-Ukraine-Krieg lesen Sie in diesem News-Ticker. +++

Ukraine-Krieg: Emmanuel Macron nach Telefonat mit Wladimir Putin besorgt

Update vom 3. März, 17.45 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit Russlands Machthaber Wladimir Putin telefoniert. Er glaube, dass in der Ukraine „das Schlimmste noch kommen wird“, sagte Macron laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP. Putin sei entschlossen, „die Kontrolle“ über das gesamte Land zu erlangen, „es gab nichts in den Äußerungen von Präsident Putin, was uns beruhigen könnte“.

Update vom 3. März, 17.05 Uhr: Die Nato verstärkt wegen des russischen Einmarsches in der Ukraine ihre Ostflanke. Das Baltikum schlägt Alarm. Wann würde der Bündnisfall* gelten? Eine Erklärung.

Ukraine-Krieg: Video zeigt angeblich russischen Beschuss von Wohngebiet

Update vom 3. März, 16.35 Uhr: Die russische Armee soll im Ukraine-Krieg insbesondere im Süden Gebietsgewinne erzielen - im Norden dagegen regelrecht festsitzen. Bei Twitter mehren sich die Anzeichen, dass aktuell insbesondere die Großstadt Tschernihiw an der Grenze zu Belarus schwer umkämpft ist.

Von heftigen Bombardements berichtet unter anderem auch das liberale osteuropäische Nachrichtenportal NEXTA. Ein Video bei Twitter soll den Einschlag von Raketen in einer Wohnsiedlung der Stadt zeigen, die als operatives Zentrum Nord der ukrainischen Armee gilt.

Ukraine-Krieg: Angeblich hochrangiger Kommandeur der russischen Armee getötet

Update vom 3. März, 15.33 Uhr: Die ukrainische Armee hat vermeldet, dass der russische Generalmajor Andrey Sukhovetskiy bei Kämpfen getötet wurde. Sukhovetskiy befehligte laut Angaben des russischen Militärs eine sogenannte Speznas-Spezialeinheit.

Bislang gibt es keine Bestätigung von russischer Seite. Ein Generalmajor ist bei den russischen Streitkräften ein Dienstgrad unter Generälen. Er war demnach ein hochrangiger Kommandeur.

Ukraine-Krieg: Großstadt Tschernihiw an Grenze zu Belarus wird offenbar heftig bombardiert

Update vom 3. März, 15.20 Uhr: Ein Ziel der russischen Offensive ist offenbar auch die 300.000-Einwohner-Stadt Tschernihiw, die im Norden der Ukraine an der Grenze zu Belarus liegt. Hier befindet sich das sogenannte Operative Armeekommando Nord der ukrainischen Streitkräfte. Zudem gibt es einen Binnenhafen für Schiffsverkehr auf dem Fluss Desna.

Videos bei Twitter zeigen angeblich, wie eine Wohnsiedlung von Raketen getroffen wurden. Zudem wurde offenbar eine Öl-Raffinerie in der Großstadt in Brand geschossen.

Update vom 3. März, 14.50 Uhr: Sie ist die First Lady der vom Krieg gebeutelten Ukraine. Doch seit dem Angriff Russlands steht auch Olena Selenska* in der Öffentlichkeit - ein Portrait.

Ukraine-Krieg: In Mariupol werden Hunderte tote Zivilisten befürchtet

Update vom 3. März, 14.30 Uhr: In der südukrainischen Großstadt Mariupol werden einzig in einem völlig zerstörten Stadtdistrikt Hunderte tote Zivilisten befürchtet. Das erklärte der stellvertretende Bürgermeister, Sergej Orlow, im Interview der britischen BBC. Die Stadt mit ihren rund 450.000 Einwohnern befände sich „nahe an einer humanitären Katastrophe“.

Update vom 3. März, 14.15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommuniziert über soziale Medien mit seinem Volk - fortdauernd. In einer seiner jüngsten Botschaften attestierte er den Putin-Truppen eine stark sinkende Kampfbereitschaft, und er warf ihnen Plünderungen vor. Unter anderem soll ein Video bei Twitter die Plünderung eines Supermarktes im südukrainischen Cherson durch russischen Soldaten zeigen.

Ukraine-Krieg: Video bei Twitter belegt Zerstörungen in Charkiw

Update vom 3. März, 13.55 Uhr: Bei Twitter zeigt ein Video schockierende Aufnahmen nach einem angeblichen Bombardement der Millionenstadt Charkiw. Die ostukrainische Stadt nahe der russischen Grenze sieht sich seit einer Woche schweren Angriffen ausgesetzt, hielt aber bislang stand. Unter den zivilen Opfern soll in der Universitätsstadt mit ihren rund 1,4 Millionen Einwohnern auch mindestens ein ausländischer Student aus Indien sein.

Update vom 3. März, 13.15 Uhr: Berichte mehren sich, dass es sich bei den russischen Soldaten im Ukraine-Krieg vor allem um junge und unerfahrene Rekruten handeln soll. Mütter sorgen sich.

Ukraine-Krieg: Ex-Nato-Kommandeur will Putins Zwischenziel kennen

Update vom 3. März, 12.37 Uhr: Unterdessen hat der Ex-Oberbefehlshaber der Nato, Richard Shirreff, ein für Putin ernüchterndes Zwischenfazit gezogen: Der russische Machthaber sei im Ukraine-Krieg bislang „gedemütigt“ worden und seine Armee habe aus Sicht Moskaus „nicht geliefert“.

Zudem will Shirreff Putins Hauptziel ausgemacht haben: „Es ist ziemlich klar, dass Putin auf einen Landkorridor zur Krim drängt. Ich meine, das ist ein offensichtliches Ziel“. Er erklärte weiter: „Er hat die Krim seit 2014 in der Russischen Föderation, er konnte sie nur über die Brücke über die Straße von Kertsch liefern, und deshalb versucht er natürlich, diesen Landkorridor vor dem Asowschen Meer einzurichten.“

Ukraine-Krieg: Mariupol ist von russischen Truppen eingekesselt

Update vom 3. März, 12.37 Uhr: Die Schlüsselstadt Mariupol im Südosten der Ukraine ist mittlerweile von russischen Soldaten eingekesselt. Das bestätigte der stellvertretende Bürgermeister nun CNN. Die ukrainischen Einheiten kämpfen demnach weiter - die Situation sei aber „ziemlich kritisch“, so Sergej Orlow weiter. Er bat um Hilfe.

Die Stadt sei nach Angaben des Bürgermeisters seit 26 Stunden ununterbrochenem Beschuss ausgesetzt gewesen. „Sie zerstören unsere Stadt mit allen Waffen, von der Artillerie, von Flugzeugbomben, von taktischen Raketen, von Mehrfachraketensystemen“, so Orlov. Er warnte vor einer humanitären Krise. Man habe keinen Strom, keine Wasserversorgung, keine Heizung und keine Sanitäranlagen.

Mariupol ist mit knapp 440.000 Einwohnern eine wichtige Hafenstadt im Südosten des Landes. Die Stadt liegt in der teils von russischen Separatisten kontrollierten Region Oblast Donezk, wird aber selbst von ukrainischen Soldaten kontrolliert. Sie gilt als strategisch besonders wichtig im Ukraine-Krieg. Der Bevölkerung war am Mittwoch ein Abzug nach Osten angeboten worden. Das konnte als Ankündigung eines Großangriffs gewertet werden.

Ukraine-Krieg: Großstadt Cherson in russischer Hand – Bürgermeister greift direkt durch

Update vom 3. März, 11.55 Uhr: Die ukrainische Großstadt Cherson liegt inzwischen in der Hand der Putin-Truppen, das haben in der Nacht auch ukrainische Behörden bestätigt (Update vom 3. März, 0.44 Uhr). Was bedeutet das für deren Einwohner? The Kyiv Independent berichtet Details.

Demnach verhängte Bürgermeister Chersons Bürgermeister Igor Kolychajew dort nun eine Ausgangssperre, das berichtet auch die Nachrichtenagentur AFP. Sie gilt von 20 Uhr bis 6 Uhr morgens. Fahrzeuge dürften auf den Chersoner Straßen nur noch bei Tageslicht fahren, und nur in sie hinein, wenn mit ihnen notwendige Güter wie Lebensmittel oder Arznei transportiert werden.

Die Einwohner sollten sich höchstens zu zweit auf den Straßen bewegen. Möglichen Aufforderungen, anzuhalten, hätten sie Folge zu leisten. Mit den russischen Soldaten dürften sie nicht auf Konfrontation gehen, berichtet das Nachrichtenportal mit Sitz in Kiew.

Ukraine-Krieg-News: Große Unterschiede in Gefallenen-Zahlen

Update vom 3. März, 9.54 Uhr: Die Zahlen unterscheiden sich gewaltig: Die Ukraine spricht von gut 9000 gefallenen Soldaten Putins – Moskau hingegen von etwa 500 (Update vom 2. März, 18.50 Uhr).

Das ukrainische Außenministerium unter Dmytro Kuleba hat an diesem Donnerstagmorgen eine Infografik zu Russlands bisherigen Verlusten bei dem Einmarsch getwittert. Angaben beider Seiten ließen sich, wie stets in kriegerischen Konflikten, nicht unabhängig prüfen:

News zum Ukraine-Krieg: US-Reporter berichtet von zivilem Widerstand

Update vom 3. März, 9.32 Uhr: Der zivile Widerstand in der Ukraine geht weiter. Das berichtet der CNN-Reporter Matthew Chance. „Schämt Euch. Geht dahin zurück, woher ihr gekommen seid“, mit solchen Worten richten sich Einwohner an Putins Soldaten.

Bei ihren Protesten legen sie sich zudem auf Straßen, um die Panzer aus Russland am Fortkommen zu hindern, hieß es. Der US-Sender twitterte zu dieser News auch einen Videoclip:

Ukraine-Konflikt: Mehrere Menschen nach Luftangriffen getötet

Update vom 3. März, 3.31 Uhr: In der ostukrainischen Stadt Isjum bei Charkiw sind nach Angaben örtlicher Behörden bei einem Luftangriff acht Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. Medien zufolge war bei der Attacke in der Nacht zu Donnerstag ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen worden. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen.

Demnach schlugen in der Großstadt Charkiw zwei Raketen in ein Verwaltungsgebäude ein. Dabei soll auch die Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale Schäden erlitten haben. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Die Ukraine fordert Russland zu einer Feuerpause in den Regionen Charkiw und Sumy auf, um Zivilisten in Sicherheit bringen zu können. In Korosten nördlich der Stadt Schytomyr starben nach Angaben der Verwaltung zwei Menschen bei einem Luftangriff auf einen großen Kontrollpunkt. Fünf Menschen wurden verletzt.

Ukraine-Krieg: Russland attackiert Kiew – mehrere heftige Explosionen

Update vom 3. März, 3.07 Uhr: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist es in der Nacht zu Donnerstag zu mehreren schweren Explosionen gekommen. Der Agentur Unian zufolge wurde Luftalarm ausgelöst. Die Bewohner seien demnach aufgerufen worden, sofort Schutz zu suchen. Auf Videos, die in sozialen Netzwerken kursieren, waren heftige Detonationen zu sehen. Zunächst war nicht klar, ob es sich etwa um einen Luftangriff handelt und was die Ziele gewesen sein könnten.

Ukrainische Medien berichteten zuvor über Kämpfe in Vororten der Millionenstadt. Dabei soll auch ein russisches Flugzeug abgeschossen worden sein. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf Telegram: „Der Feind versucht, in die Hauptstadt durchzubrechen.“

Ukraine-Krieg: Heftige Gefechte in Mariupol und Charkiw

Update vom 3. März, 2.44 Uhr: Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtet, wurden mindestens drei Schulen in Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, von russischen Militärschlägen getroffen. Dies zeigen Videos und Fotos in sozialen Medien, die von CNN geografisch lokalisiert werden konnten.

Eine der Schulen befindet sich im nördlichen Stadtteil Saltiwka, die beiden anderen liegen etwas mehr als einen Kilometer voneinander entfernt im Industriegebiet im Südosten der Stadt. Der Unterricht ist seit Beginn der russischen Invasion ausgesetzt. Derzeit ist unklar, ob es bei den Angriffen Verletzte oder Tote gab.

Aus Mariupol erreichen den Nachrichtensender Al Jazeera derweil „beunruhigende Berichte“ von Menschen, die versuchen, die Stadt Mariupol zu verlassen, da es dort zu heftigen Gefechten komme. Auch aus der Gegend um die Stadt Volnovakha, nördlich von Mariupol, gibt es Berichte über „schrecklichen Beschuss und viele Opfer“, heißt es.

Sadt Cherson im Südden der Ukraine nun in russischer Hand

Update vom 3. März, 0.44 Uhr: Angaben des Bürgermeisters Igor Kolykhaiev zufolge ist die südukrainische Stadt Cherson nun endgültig in russischen Händen. Das ukrainische Militär halte sich demnach nicht mehr in der Stadt auf, die Einwohner müssten jetzt den Anweisungen von „bewaffneten Leuten, die zur Stadtverwaltung gekommen sind“ befolgen.

Cherson ist eine strategisch wichtige Stadt an einem Meeresarm des Schwarzen Meeres mit fast 300.000 Einwohnern. Zunächst herrschte Verwirrung über die Lage in der Hafenstadt. In einem Interview mit der New York Times erklärte Kolykhaiev, er sei von russischen Offizieren darüber informiert worden, dass eine neue Verwaltung eingerichtet werden soll, ähnlich wie in den von Russland unterstützten Separatistengebieten im Osten der Ukraine.

Ukraine-Krieg: Angespannte Situation in Cherson

Update vom 2. März, 23.19 Uhr: Die ukrainische Stadt Cherson ist offenbar doch noch nicht gefallen, allerdings umzingelt. Das berichtet nun der Kyiv Independent unter Berufung auf Bürgermeister Kolykhaev. Die Situation ist demnach angespannt, da russische Truppen in die Stadt einmarschieren und Verwaltungsgebäude übernehmen würden.

Update vom 2. März, 22.30 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin „drängt auf einen Landkorridor zur Krim“, erklärte ein ehemaliger Nato-Kommandeur dem amerikanischen Sender CNN.

„Es ist ziemlich klar, dass Putin auf einen Landkorridor zur Krim drängt. Ich meine, das ist ein offensichtliches Ziel“, sagte Richard Shirreff, ehemaliger stellvertretender Nato-Oberbefehlshaber für Europa: „Er hat die Krim seit 2014 in der Russischen Föderation, er konnte sie nur über die Brücke über die Straße von Kertsch beliefern, und deshalb versucht er natürlich, diesen Landkorridor vor dem Asowschen Meer einzurichten“. Seiner Ansicht nach sei Putin im Ukraine-Krieg bislang „gedemütigt“ worden und sein Militär habe aus Moskauer Perspektive „nicht geliefert“.

Unterdessen hat das Pentagon in einem Lagebericht vom Mittwoch berichtet, dass Russlands Angriff weiter blockiert sei. Insbesondere der große Militärkonvoi, der sich auf Kiew zubewegt, habe etwa in den letzten 24 bis 36 Stunden „keine nennenswerten Fortschritte gemacht“, so Pentagon-Sprecher John Kirby laut CNN. ALs Ursache nennt er, dass sich russische Truppen offenbar bewusst umgruppieren und sich so neu formieren, um die verlorene Zeit aufzuholen. Hinzu komme der Widerstand der Ukrainer sowie Logistikprobleme. Im Süden gebe es allerdings allgemein weniger Gegenwehr als im Norden.

Ukraine-Krieg: Schweden meldet Eindringen russischer Kampfjets

Update vom 2. März, 21.00 Uhr: Schweden meldet am Abend, dass russische Kampfflugzeuge unerlaubt den Luftraum des skandinavischen Landes verletzt hätten. Aus Moskau gab es keine Stellungnahme zu dem Vorwurf aus Stockholm.

Vier russische Kampfflugzeuge sind nach schwedischen Angaben demnach in den Luftraum eingedrungen. Der kurzzeitige Vorfall habe sich am Mittwoch östlich der Ostsee-Insel Gotland über dem Meer ereignet, teilten die schwedische Streitkräfte am Abend mit. Kampfjets der schwedischen Luftwaffe hätten den Zwischenfall, an dem zwei russische SU-27- und zwei SU-24-Jets beteiligt gewesen seien, fotografisch dokumentiert. Angesichts der aktuellen Situation nehme man den Vorfall sehr ernst. „Das ist ein unprofessionelles und unverantwortliches Vorgehen von russischer Seite“, erklärte Luftwaffenchef Carl-Johan Edström.

Ukraine-Krieg: Offenbar startet Russland neue Angriffe auf Kiew

Update vom 2. März, 20.37 Uhr: Offenbar startet Russland aktuell zu nächtlicher Stunde einen neuen größeren Angriff im Ukraine-Krieg. CNN berichtet, dass das Team vor Ort eine große Explosion gehört habe. Einen genauen Ort konnte man nicht ausmachen. Zudem seien in Odessa und in Uman Luftangriffssirenen zu hören. Auch der Kiew Independent bestätigt laute Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt.

Wie der Nachrichtensender NEWSMAX bei Twitter berichtet, traf eine russische Rakete angeblich eine Heizöl-Pipeline in der Nähe des Zentralbahnhofes. Die Information kann bislang nicht verifiziert werden.

Ukraine-Krieg: USA erheben erneut schwere Vorwürfe gegen Russland

Update vom 2. März, 19.30 Uhr: Die USA haben im Ukraine-Krieg erneut schwere Vorwürfe gegen Russland erhoben. So würden die Invasionstruppen aus Sicht der Vereinigten Staaten Waffen einsetzen, die nach der Genfer Konvention verboten seien.

„Wir haben Videos von russischen Streitkräften gesehen, die außergewöhnlich tödliche Waffen in die Ukraine bringen, die auf dem Schlachtfeld nichts zu suchen haben. Dazu gehören Streumunition und Vakuumbomben – die nach der Genfer Konvention verboten sind. Wir haben den 40 Meilen langen tödlichen Konvoi gesehen, der auf Kiew zustürmt“, erklärte US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield vor den Vereinten Nationen (UN) und meinte: „Präsident Putin eskaliert weiter – er versetzt Russlands Nuklearstreitkräfte in höchste Alarmbereitschaft und droht mit einer Invasion in Finnland und Schweden. Russland hat die Vereinten Nationen auf Schritt und Tritt verraten. Russlands Vorgehen widerspricht allem, wofür diese Organisation steht.“

Russland hat die Vereinten Nationen auf Schritt und Tritt verraten.

US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield

Ukraine-Krieg: Russland vermeldet Zahlen getöteter Soldaten

Update vom 2. März, 18.50 Uhr: Russland hatte bislang keine offiziellen Zahlen zu toten und verletzten Soldaten gemeldet. Am Mittwochabend nun gab es die ersten offiziellen Zahlen: Nach Angaben des Verteidigungsministerium sind bislang 498 Soldaten gestorben, 1597 sind verletzt worden. Auf ukrainischer Seite soll es nach Angaben aus Moskau bisher 2870 Tote und 3700 Verletzte gegeben haben. Diese Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen.

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, sagte zudem, ukrainische Zivilisten könnten die Hauptstadt Kiew in Richtung Süden und die Hafenstadt Mariupol Richtung Osten verlassen. Aus Charkiw im Osten des Landes werde ein Korridor in Richtung Südwesten geschaffen.

Die Ukraine hatte dagegen bislang von knapp 5800 toten russischen Soldaten gesprochen. Zudem seien demnach mehr als 200 Panzer, knapp 900 weitere Militär-Fahrzeuge, 30 Flugzeuge und 31 Hubschrauber zerstört worden sein.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Kiew fielen der ukrainischen Armee russische Aufmarsch- und Einsatzpläne in die Hände. Demnach sei der Krieg am 18. Januar genehmigt worden, der Einsatz selbst sollte den Plänen zufolge vom 20. Februar an 15 Tage bis 6. März dauern. Auch diese Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Der russische Angriff hatte am 24. Februar begonnen.

Update vom 2. März, 17.20 Uhr: Laut ukrainischer Berichte haben die russischen Streitkräfte hohe Verluste. Die Menschenrechtsorganisation „Soldatenmütter“ lieferte Einblicke. Und richtet eine Forderung an Wladimir Putin.

Ukraine-Krieg: Deutsche Waffenlieferungen sind eingetroffen

Update vom 2. März, 16.25 Uhr: Die deutschen Waffenlieferungen sind in der Ukraine eingetroffen. Das schreibt am Mittwochnachmittag die Bild. Deutschland hatte Kiew nach dem russischen Einmarsch (und etwas Zögern) die Lieferung von 1000 Panzerabwehrwaffen sowie 500 Boden-Luft-Raketen vom Typ „Stinger“ zugesichert.

Update vom 2. März, 16.15 Uhr: Offenbar ist eine militärische Einheit der sogenannten Kadyrowzy auf dem Weg nach Kiew. Dabei handelt es sich um tschetschenische Spezialkräfte aus der Privatarmee von Ramsan Kadyrow*. Das berichtet die Bild.

Wladimir Putin hatte den heute 45-Jährigen nach dem zweiten Tschetschenienkrieg als eine Art Statthalter in Grosny installiert. Laut dem Bericht sind geschätzt 400 tschetschenische Soldaten noch 50 Kilometer von der ukrainischen Hauptstadt entfernt. Kadyrow hatte kurz nach Kriegsbeginn erklärt, mit den russischen Truppen gegen die Ukraine ziehen zu wollen.

Erstmeldung vom 2. März: Kiew/Moskau -  Die Nato-Unterstützung für die Ukraine beunruhigt den Kreml. „Natürlich entstehen Risiken“, sagte der russische Vizeaußenminister Alexander Gruschko am Mittwoch (2. März) dem Staatssender Rossija-24.

„Wir sind natürlich beunruhigt über das Waffenlieferungsprogramm, das ist in dieser Situation sehr gefährlich“, fuhr Gruschko fort. „Es gibt keine Garantien, dass es keine Zwischenfälle geben wird. Es gibt keine Garantien, dass solche Zwischenfälle in einer völlig unnötigen Weise eskalieren könnten.“

Mehrere Nato-Mitglieder, darunter Deutschland*, hatten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Waffenlieferungen an Kiew angekündigt. Gruschko warf der Nato vor, sie wolle eine neue Weltordnung errichten. Der Westen sehe sich als Sieger des Kalten Krieges und habe daher entschieden, dass nur er die globalen Regeln setzen dürfe, sagte er.

Ukraine-News aktuell: Putin-Minister ruft EU zum Verlass der Nato auf: „Satelliten der USA“

Gruschko rief die EU auf, sich von der Nato zu lösen. „Die EU wird keine Chance haben, ein unabhängiger Akteur auf der globalen und der europäischen Bühne zu sein“, sagte Gruschko.

Falls die EU nicht verstehe, dass die USA* die Ukraine* als Vorposten im Kampf gegen Russland* missbrauche und so die Spannungen mit Russland anheize, sei das europäische Projekt zum Scheitern verurteilt. „Dann werden sie Satelliten der USA im militär-politischen Sinne bleiben und keine Unabhängigkeit erreichen“, sagte Gruschko.

An diesem Mittwoch wollen (2. März) Unterhändler Russlands und der Ukraine treffen. Es sind die zweiten Friedensgespräche in dem Konflikt.

Ukraine-Krieg: Kiew meldet den Tod von mehr als 2000 Zivilisten - alle News aktuell

In der Ukraine sind seit Beginn des Krieges nach Angaben aus Kiew mindestens 2000 Zivilisten getötet worden. In dieser Zahl seien gestorbene Soldaten des Landes nicht inbegriffen, teilte der Rettungsdienst am Mittwoch bei Facebook mit. Unter den Toten seien zehn Rettungskräfte. Die UN sprach zuletzt von 142 Toten.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am vergangenen Donnerstag den Angriff auf das Nachbarland befohlen. Seither sind der Mitteilung zufolge mehr als 400 Brände, die „durch Feindbeschuss“ entstanden, gelöscht worden. Den Angaben zufolge wurden 500 Menschen in Sicherheit gebracht. Mit Blick auf die andauernden Angriffe hieß es: „Jede Stunde kostet das Leben unserer Kinder, Frauen und Verteidiger.“ (dpa/AFP/frs) *Merkur.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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