Umfrage

Mehrheit: Politik kümmert sich zu wenig um Kinderarmut

+
Zum Weltkindertag 2015 rufen Unicef Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk dazu auf, die Rechte von Kindern in das Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen.

Berlin - Eine breite Mehrheit der Deutschen kritisiert, dass sich die Politik in Deutschland nicht genug um die Bekämpfung der Kinderarmut und das Schicksal von Flüchtlingskindern kümmert.

Lediglich 26 Prozent sind der Ansicht, dass sich Politiker "sehr gut" oder "gut" für die Bekämpfung der Kinderarmut einsetzen. Nur 27 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sich Deutschland gut um die Belange von Flüchtlingskindern kümmert.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von infratest dimap für Unicef Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk zum Weltkindertag am 20. September.

Die Unterstützung für Familien und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werten lediglich 41 Prozent der Befragten als "sehr gut" oder "gut". Bei der Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen ist eine große Mehrheit (62 Prozent) der Meinung, dass diese "weniger gut" oder "gar nicht gut" erfüllt ist.

Zum Weltkindertag 2015 rufen Unicef Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk dazu auf, die Rechte und Bedürfnisse aller Kinder in das Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen - ausdrücklich auch die von Kindern und Jugendlichen, die als Flüchtlinge in Deutschland Schutz suchen. Der Tag wird überall in Deutschland mit bunten Kinder- und Familienfesten gefeiert. Die beiden größten Veranstaltungen finden am 20. September in Berlin und in Köln statt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

NSU-Prozess: Plädoyer stockt - das ist der Grund
NSU-Prozess: Plädoyer stockt - das ist der Grund
Neuregelung von Obamacare: Republikaner scheitern erneut
Neuregelung von Obamacare: Republikaner scheitern erneut
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
So vulgär beschimpft Trumps neuer Pressechef seine Kollegen im Weißen Haus
So vulgär beschimpft Trumps neuer Pressechef seine Kollegen im Weißen Haus

Kommentare