Moskauer Prozess gegen Pussy Riot vertagt

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Die Mitglieder der Punkband "Pussy Riot" Nadeschada Tolokonnikowa (l), Jekaterina Samuzewitsch (M) undMaria Aljochina (r) sitzen unter Bewachung bei einem Gerichtstermin in Moskau (Archivbild).

Moskau - Im umstrittenen Justizfall der russischen Skandalband Pussy Riot hat ein Gericht in Moskau den Prozess nach rund zehnstündigen Verhandlungen auf diesen Dienstag vertagt.

Dann sollen weitere Zeugen zu der schrillen Protestaktion gegen Kremlchef Wladimir Putin in der wichtigsten orthodoxen Kirche Russlands gehört werden, wie die Agentur Interfax am Montag meldete. Die Anwälte der drei Angeklagten warfen Richterin Marina Syrowa zum Ende des ersten Verhandlungstags schwere Verstöße vor. Syrowa habe die jungen Frauen weder essen noch trinken noch zur Toilette gehen lassen. “Das ist Folter“, sagte einer der Verteidiger. Die Richterin wies dies zurück.

G-20-Gipfel in Mexiko: Darüber sprachen die Staatsoberhäupter

G-20-Gipfel in Mexiko: Darüber sprachen die Staatsoberhäupter

Mit einer überraschenden Annäherung in der Syrien-Frage hat der G-20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer begonnen: © dpa
Die USA und Russland plädierten beide demonstrativ für einen politischen Prozess zur Beilegung des Konflikts. © dpa
US-Präsident Barack Obama erklärte nach einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Montag, er stimme mit diesem im Hinblick auf Syrien darin überein, dass „wir ein Ende der Gewalt brauchen und einen politischen Prozess, um einen Bürgerkrieg zu verhindern“. Putin erklärte, er und Obama seien sich bei vielen Fragen bezüglich Syrien einig. © dpa
„Wir teilen die Überzeugung, dass das syrische Volk die Möglichkeit haben sollte, unabhängig und demokratisch über die eigene Zukunft zu entscheiden“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Der syrische Präsident Baschar Assad wurde in der Erklärung nicht explizit genannt. © dpa
Zuletzt hatten die USA Russland immer wieder vorgeworfen, die Regierung in Damaskus zu stützen. Das Treffen mit Obama in Los Cabos war das erste seit dem Beginn der dritten Amtszeit Putins als russischer Präsident. © dpa
Obama traf auch mit Merkel zusammen. Beide sprachen über die aktuelle Lage in der Euro-Zone, wie anschließend aus Regierungskreisen verlautete. © dpa
Das Weiße Haus erklärte nach dem Treffen, der US-Präsident sei ermutigt über Fortschritte im Umgang mit der europäischen Schuldenkrise. © dpa
Obama und Merkel hätten über die hohe Bedeutung von Schritten zur Sicherung der Finanzstabilität in der Euro-Zone gesprochen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. © dpa
Merkel hatte sich zuvor dagegen verwahrt, dass allein die Europäische Union wegen der Eurokrise an den Pranger gestellt wird. Jeder Kontinent werde seinen Beitrag zu mehr Wachstum und Stabilität leisten müssen, sagte Merkel. © dapd
Merkel traf in Los Cabos auch mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao zusammen. Beide sprachen über die politischen Perspektiven in Europa und im Euroraum sowie über die wirtschaftliche Entwicklung in China, wie aus Regierungskreisen verlautete. © dpa
Das Thema Wachstum stand im Mittelpunkt der ersten Arbeitssitzung des Gipfels. Neben Strategien für mehr Wachstum sollte es auch um Probleme gehen, die Wachstum entgegenstehen. © dpa
In dem Entwurf der Abschlusserklärung, die am Dienstag veröffentlicht werden soll, wurde Beschäftigung als oberste Priorität im Kampf gegen die Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise bezeichnet. © dpa
Die G-20 erklärten sich „einig in unserer Entschlossenheit, Beschäftigung und Wachstum zu fördern“, hieß es in dem Papier, das der Nachrichtenagentur AP vorlag. © dpa
Zur Erreichung dieser Ziele sei ein „Los Cabos Action Plan“ ausgearbeitet worden. Vorgesehen sei unter anderem eine Steigerung der Staatsausgaben. Um die genaue Formulierung der Erklärung wurde noch gerungen. © dpa
Die australische Premierministerin Julia Gillard © dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der mexikanische Präsident Felipe Calderon © dpa
Der italienische Premierminister Mario Monti © dpa
Mit Sonnenschirm: Die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez © dapd
Die australische Premierministerin Julia Gillard und die argentinische Präsidentin  Cristina Fernandez © dapd
Der britische Premierminister David Cameron mit dem russischen Präsideten Wladimir Putin © dapd

dpa

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