UN-Generalsekretär fordert geordneten Übergang in Ägypten

+
Ban Ki Moon (l. daneben Bayerns Ministerpraesident Horst Seehofer) beim Empfang der bayerischen Staatsregierung bei der Sicherheitskonferenz in der Münchner Residenz.

München - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat einen geordneten und gewaltfreien Neuanfang in Ägypten angemahnt, um die Stabilität der gesamten arabischen Welt nicht zu gefährden.

“Wir wollen, dass der Übergangsprozess in einer geordneten und friedlichen Art und Weise vonstatten geht - ohne dass es irgendwelche negativen Auswirkungen auf Frieden und Stabilität in dieser Region gibt“, sagte Ban am Sonntag zum Abschluss seines Deutschland-Aufenthalts in München. Er hatte am Vortag die Sicherheitskonferenz besucht.

Unruhen: Zehntausende protestieren in Kairo

Unruhen: Zehntausende protestieren in Kairo

Ban betonte, er habe das ägyptische Regime dazu aufgerufen, nötige Reformen und Veränderungen so rasch wie möglich in die Wege zu leiten. Er wollte sich aber nicht dazu äußern, ob Präsident Husni Mubarak schnell seinen Posten räumen oder beim Übergangsprozess noch eine zentrale Rolle spielen sollte. Diese Entscheidung müsse in der Hand der Ägypter selbst liegen, mahnte der UN-Generalsekretär.

Ban rief die Führer anderer Staaten auf, Lehren aus den dramatischen Entwicklungen in Ägypten zu ziehen. “Das ist eine gute Lehrstunde“, sagte er. Regierungen sollten auf die eigenen Bürger hören und auf deren Bedürfnisse eingehen - und zwar rechtzeitig, bevor es zu Massendemonstrationen wie zuletzt in Ägypten komme, fügte Ban hinzu.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Frankreich-Besuch: Paraden begeistern Trump - „Get Lucky“-Cover eher nicht
Frankreich-Besuch: Paraden begeistern Trump - „Get Lucky“-Cover eher nicht
Attentat in Jerusalem: Zwei Polizisten sterben
Attentat in Jerusalem: Zwei Polizisten sterben
Regierung verschärft Reisehinweise für Türkei - Jetzt reagiert die Regierung in Ankara
Regierung verschärft Reisehinweise für Türkei - Jetzt reagiert die Regierung in Ankara
Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump
Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump

Kommentare