UN-Tribunal erkennt erstmals serbische Opfer an

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Mit der Verurteilung des kroatischen Generals Ante Gotovina erkennt das UN-Tribunal erstmals auch die serbischen Opfer des Jugoslawien-Krieges an.

Belgrad - Mit der Verurteilung des kroatischen Generals Ante Gotovina hat das UN-Kriegsverbrechertribunal nach Einschätzung Belgrads erstmals die vielen serbischen Opfer anerkannt.

Dieses Fazit zogen Medien und Politiker übereinstimmend am Samstag. Gleichzeitig sei damit festgestellt worden, dass der kroatische Staat auf schwersten Verbrechen aufgebaut sei, die gegen die serbische Minderheit in diesem Land verübt wurden.

“Das Urteil gibt uns den Glauben an das Recht zurück und zeichnet ein realistischeres Bild der Ereignisse in Kroatien während des Zerfalls Jugoslawiens“, kommentierte die größte Zeitung “Blic“. “Damit wurde bestätigt, dass die Serben nicht die einzig Schuldigen sind und dass die Verfolgung der Serben Politik des Regimes (des kroatischen Präsidenten Franjo) Tudjman war“.

Die Zeitung “Press“ sprach von einem “historischen Urteil in Den Haag“, das offiziell beweise, das “Kroatien auf dem Verbrechen aufgebaut ist“. Das “gemeinsame verbrecherische Unternehmen gegen die Serben“ sei von der kompletten kroatischen Staatsspitze geplant worden. Rechtsexperten erwarteten, dass Serbiens Klage gegen Kroatien wegen Völkermordes durch das Haager Urteil bessere Chancen vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) habe.

dpa

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