Union und FDP attackieren EZB

Hamburg - Führende Politiker der Regierungskoalition haben die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), Staatsanleihen Italiens in großem Umfang aufzukaufen, heftig kritisiert.

Die EZB könne nicht zu einer Institution werden, die die Versäumnisse in nationalen Staatshaushalten wie Italien auf Dauer ausgleichen könne, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel“. Das entspreche nicht ihrem Auftrag, und “das nimmt den Druck von den betroffenen Ländern, ihre Haushalte selbst in Ordnung zu bringen“. Auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sieht die Frankfurter Stützungskäufe “mit sehr gemischten Gefühlen“. Das dürfe “nicht ad infinitum so weitergehen“, sagte er dem Magazin laut Vorabbericht.

dapd

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