US-General nach Kritik an Karsai entlassen

+
US-Topkommandeur Generalmajor Peter Fuller musste seine Kritik an Karsai teuer bezahlen

Washington - Generalmajor Peter Fuller,der als Nummer Zwei für die Ausbildung der afghanischen Truppen zuständig war, ist aufgrund seiner Kritik an Präsident Karsai entlassen worden. Wie er ihn beschimpft hatte:

Ein US-Topkommandeur in Afghanistan ist am Freitag wegen abwertender Äußerungen über den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai entlassen worden. Der Washington Post und anderen US-Medien zufolge äußerte Generalmajor Peter Fuller, der als Nummer Zwei für die Ausbildung der afghanischen Truppen zuständig war, seine massive Kritik kürzlich in einem Interview der Internetzeitung “Politico“.

Demnach reagierte der General auf Fragen nach Karsais jüngster Äußerung, dass sich Afghanistan im Fall eines Krieges zwischen den USA und Pakistan auf die pakistanische Seite schlagen würde, mit Unmut und Frustration. Karsai sei unberechenbar, realitätsfern und undankbar, wurde Fuller zitiert. Die afghanische Führung erkenne anscheinend Amerikas Opfer für ihr Land nicht voll an.

Nach Angaben der “Washington Post“ äußerte sich Fuller während eines USA-Aufenthaltes und wollte an diesem Wochenende nach Afghanistan zurückkehren. Der amerikanische Oberbefehlshaber der internationalen Schutztruppe (Isaf) in Afghanistan, John Allen, habe ihn aber gefeuert. Die “unglücklichen Äußerungen“ Fullers spiegelten weder die “derzeitige solide Beziehung“ zur afghanischen Führung noch “unsere gemeinsame Verpflichtung zum Erfolg hier in Afghanistan“ wider, zitierte die Zeitung Allen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump
Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
„Linke Saubande“: CSU-Politiker fordern Schließung der Roten Flora 
„Linke Saubande“: CSU-Politiker fordern Schließung der Roten Flora 
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen

Kommentare