US-Wahlkampf: Republikaner Gingrich gibt auf

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Republikaner Newt Gingrich (neben seiner Frau Callista) gibt am Mittwochabend seinen Rückzug aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bekannt.

Arlington - Jetzt bleibt Mitt Romney nur noch ein - chancenloser - Konkurrent im eigenen Lager: Newt Gingrich hat seinen Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner offiziell beendet.

Er setze seinen Wahlkampf aus, sagte der ehemalige Präsident des Repräsentantenhauses am Mittwoch in Arlington im Staat Virginia. Zugleich rief Gingrich die konservativen Wähler auf, sich hinter Mitt Romney als bessere Alternative zum amtierenden Präsidenten Barack Obama zu sammeln.

Die Republikaner suchen den Super-Kandidaten

Die Republikaner suchen den Super-Kandidaten

Mitt Romney gilt als Favorit für die Präsidentschaftskandidatur © dpa
Nur noch vier Politiker wetteifern darum, bei der Präsidentschaftswahl am 6. November gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama anzutreten, Mitt Romney eingeschlossen. © dpa
Mitt Romney (64) gilt wegen seines Sachverstandes in Sachen Wirtschaft und Finanzen als gefährlichster möglicher Gegner von Präsident Obama. © dapd
Romneys schärfster Konkurrent ist der für seine nicht immer parteikonformen Ansichten bekannte Kongressabgeordnete Ron Paul (76). © dapd
Ron Paul präsentiert sich als echte Alternative zu seinen Konkurrenten. Die libertären Positionen des Frauenarztes aus Texas klingen teilweise bizarr: Er ist gegen den Wohlfahrtsstaat, in der Finanzpolitik will er zurück zum Goldstandard - und die mächtige US-Notenbank soll abgeschafft werden. © dpa
Sein Credo: Der Staat bedroht die Freiheiten der Bürger, daher solle die Macht des Staates konsequent beschränkt werden. Paul lehnt viele Sicherheitsmaßnahmen gegen Terrorismus ab. Die Regierung fache die Ängste an, „so dass es Kriegsrecht geben kann“. © dpa
Auch Rick Santorum macht sich Hoffnungen, gegen Barack Obama antreten zu dürfen. © dpa
Rick Santorum, ehemaliger Senator aus Pennsylvania, steht mit seiner klaren Ablehnung des Rechts auf Abtreibung für die christlichen Konservativen. © dpa
Der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich (68) mit seiner Frau Callista, wirft seinen Hut ebenfalls in den Ring. Gingrich ist immer wieder für Überraschungen gut, mit denen er selbst im eigenen Lager Kopfschütteln auslöst. © dpa
So bezeichnete der gelernte Historiker, der seine akademischen Weihen gern selbst betont, die Palästinenser jüngst als „erfundenes“ Volk. Überhaupt sei er bereit, Wahrheiten zu sagen, die sonst niemand auszusprechen wage. © dpa
Die US-Grenze zu Mexiko will er von Drohnen und Zehntausenden Soldaten überwachen lassen. US-Soldaten sollten länger in Afghanistan bleiben - und dort härter vorgehen. © dpa
Rick Perry (61) ging als Senkrechtstarter ins Rennen, stürzte dann aber tief. Der Gouverneur aus Texas zog seine Kandidatur überraschend zurück. © dapd
Er ist für die Todesstrafe (in keinem Staat gibt es mehr Hinrichtungen als in Texas) und für das Recht auf Waffentragen (er hat selbst beim Joggen eine dabei). © dapd
Perrys schwacher Punkt: Bei Debatten kommt er ins Schwimmen. Er will künftig seinen bisherigen Konkurrenten Newt Gingrich unterstützen. © dpa
Auch Michele Bachmann (55) hat ihre Kandidatur zurückgezogen. Sie gilt als die neue Ikone der strikt-konservativen Tea-Party-Bewegung. Die populistische Kongressabgeordnete aus Minnesota nennt sich selbst „konsequente Konservative“: © dpa
Sie ist radikale Abtreibungsgegnerin, lehnt Homo-Ehen ab und steht der wissenschaftlichen Evolutionstheorie kritisch gegenüber. Religion sollte im öffentlichen Leben stärker betont werden. © dpa
Innenpolitisch kämpft sie gegen „Big Government“, für niedrigere Steuern und tritt für eine kompromisslose Linie gegen illegale Einwanderer ein. So will sie einen undurchdringlichen Grenzzaun zu Mexiko. © dpa
Der Diplomat und frühere Gouverneur von Utah, Jon Huntsman, war bereits zuvor aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner ausgestiegen. © dpa
Huntsman will künftig Mitt Romney bei dessen Bewerbung unterstützen. © dapd
Der zeitweise zu den Favoriten gezählte Geschäftsmann Herman Cain stolperte über Skandale und Patzer und warf das Handtuch. © dpa

“Dies ist keine Wahl zwischen Mitt Romney und Ronald Reagan. Dies ist eine Wahl zwischen Mitt Romney und dem radikalsten, linksgerichtetsten Präsidenten in der Geschichte Amerikas“, sagte Gingrich. Romney lag nach etlichen Vorwahlen bei der Zahl der Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag der Republikaner im August zuletzt mit deutlichem Abstand in Führung. Gingrich häufte im kostspieligen Wahlkampf mehr als vier Millionen Dollar (drei Millionen Euro) Schulden an.

dapd

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