Verbandschef: Keine Stromausfälle zu befürchten

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Blick nach Sonnenuntergang auf die Kühltürme des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld (Unterfranken).

Hamburg - Selbst bei einem vollständigen Atomausstieg müssen die Verbraucher laut Vertretern der Erneuerbare-Energien-Branche keine Stromausfälle befürchten.

Deutschland verfüge über riesige Leistungsreserven und müsse sich nicht sorgen, zum Stromimporteur zu werden, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Björn Klusmann, dem “Hamburger Abendblatt“ (Mittwoch). Mittelfristig gebe es genügend Alternativen zur Kernenergie. “Stromausfälle müssen wir nach dem Ende der Atomkraft auf keinen Fall fürchten“, sagte er.

Klusmann sagte dem Blatt: “Die Windenergie alleine kann die Atomkraft nicht ablösen, auch die Solarenergie kann das nicht. Aber im Verbund können die wichtigen erneuerbaren Energien zusammen auf jeden Fall bis 2020 die Leistung der deutschen Atomkraftwerke ersetzen und insgesamt 50 Prozent des gesamten deutschen Stromverbrauchs decken.“

Auch Christian Friege, Chef des Hamburger Ökostromanbieters Lichtblick, sagte, Deutschland könne ohne Probleme auf die bereits abgeschalteten Atomkraftwerke verzichten. Der vollständige Atomausstieg könne binnen eines Jahrzehnts gelingen: “Der letzte Meiler kann dann in fünf bis zehn Jahren vom Netz“, sagte er der Zeitung. Vor allem Windkraft mache dies möglich, die Politik müsse aber zusätzlich die Markteinführung intelligenter Energien fördern, die bei einer Flaute einspringen. Dies könnten effiziente und vernetzte Mini-Gaskraftwerke sein.

dpa

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