Wahltrend: Union legt in Wählergunst leicht zu

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Angela Merkel und die Union legen in der Wählergunst leicht zu.

Hamburg - Trotz der Kritik an Christian Wulff hat die Union in der Wählergunst leicht zugelegt. Was die Frage nach einem möglichen Nachfolger des Bundespräsidenten angeht, haben die Bürger eine klare präferenz.

Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Wahltrend des Magazins “Stern“ und des Fernsehsenders RTL klettert die Union im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 36 Prozent. Die SPD verliert zum zweiten Mal in Folge einen Punkt und fällt auf 26 Prozent zurück.

Die Grünen verbessern sich demnach um zwei Punkte auf 16 Prozent. Die Piratenpartei hält sich stabil bei acht Prozent. Der Linken wollen sieben Prozent der Wähler ihre Stimme geben, ein Punkt weniger als in der Woche zuvor. Die FDP sackt um einen Punkt erneut auf zwei Prozent ab. Auf “sonstige Parteien“ entfallen fünf Prozent der Stimmen. Für den Wahltrend wurden vom 2. bis 6. Januar 2.501 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt.

Einer weiteren “Stern“-Umfrage zufolge ist der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck bei den Deutschen Favorit als Wulff-Nachfolger. Sollte Wulff zurücktreten, würde knapp ein Drittel der Bundesbürger (31 Prozent) ihn als Nachfolger favorisieren, wie das Magazin am selben Tag vorab mitteilte. Der parteilose Gauck war bei der Wahl im Juni 2010 als Kandidat von Rot-Grün Wulff unterlegen.

Christian Wulff und seine Vorgänger

Das waren die deutschen Bundespräsidenten

Elf Prozent der Bürger würden im Fall eines Wulff-Rücktritts Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Schloss Bellevue sehen. Mit neun Prozent Zustimmung liegt die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann auf Platz drei. Für Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Ex-SPD-Chef Franz Müntefering sprachen sich je sieben Prozent der Befragten aus.

Am wenigsten können die Deutschen sich Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) im höchsten Staatsamt vorstellen. Sie erhalten vier beziehungsweise zwei Prozent.

Für die Umfrage wurden 1.002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 5. und 6. Januar befragt.

dapd

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