Skandal: In diesem Fass lagert deutscher Atommüll

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Angeblich wurde keine unzulässige Radioaktivität freigesetzt.

Kiel - Auf dem Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks Brunsbüttel sind verrostete Fässer mit Atommüll entdeckt worden. Die Atomaufsicht in Kiel stoppte die Umlagerung von Atommüllfässern in Gusscontainer.

“Wichtig ist zunächst, dass keine unzulässige Radioaktivität freigesetzt wurde und keine Gefahr für Mitarbeiter und Anwohner besteht“, sagte der für die Atomaufsicht zuständige Justizminister Emil Schmalfuß (parteilos) am Mittwoch in Kiel. Er kritisierte, dass der Energiekonzern Vattenfall die Atomaufsicht über die vom TÜV Nord festgestellten verrosteten Fässer nicht informiert habe.

In den rund 500 Fässern befinden sich schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus dem Reaktorbetrieb. Sie sind in unterirdischen Kavernen in Brunsbüttel gelagert. Diese Abfälle werden zur Zeit auf die Endlagerung im Schacht Konrad vorbereitet und dafür in Gusscontainer umgefüllt.

Die Atomaufsicht leitete eine Überprüfung der Lagereinrichtungen für radioaktive Abfälle in den anderen Atomkraftwerken in Schleswig-Holstein und im Helmholtz-Zentrum Geesthacht (vormals GKSS) ein.

dpa

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