Weitere Milliardenhilfen für Minsk aus Moskau

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Wladimir Putin stellt der weißrussischen Regierung weitere finanzielle Unterstützung zu.

Moskau - Mit Finanzspritzen in Milliardenhöhe für Gas und Atomkraft greift Russland dem finanziell schwer angeschlagenen Nachbarn Weißrussland kräftig unter die Arme.

Moskau erhöhe den Kredit für den Bau des ersten weißrussischen Atomkraftwerks von sechs auf bis zu zehn Milliarden US-Dollar (rund 7,5 Mrd Euro), sagte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin am Freitag.

Zudem kündigte der ehemalige Kremlchef nach einer Sitzung des Regierungspräsidiums an, den Gaspreis für die autoritär regierte Ex-Sowjetrepublik um ein Drittel auf künftig 164 US-Dollar je 1000 Kubikmeter zu senken. Im Gegenzug verdoppelt der russische Staatskonzern Gazprom seinen Anteil am weißrussischen Versorger Beltransgas auf 100 Prozent.

Westeuropäische Länder müssten im Durchschnitt 400 Dollar zahlen, sagte Putin nach Angaben der Agentur Interfax. Ebenfalls am Freitag trafen sich Kremlchef Dmitri Medwedew und der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko zu Gesprächen nahe Moskau.

Die Ex-Sowjetrepublik Weißrussland ist in der schwersten Wirtschaftskrise seit der Unabhängigkeit vor 20 Jahren von ausländischen Krediten abhängig. Das geplante Atomkraftwerk nahe der Grenze zu den EU-Ländern Polen und Litauen soll 2018 ans Netz gehen. Moskau schulde die Verbindlichkeiten des “Bruderstaates“ für russisches Gas um, erklärte Putin die Erhöhung des Kredits.

dpa

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