FDP: Weitere Rücktrittsforderungen an Wulff

Berlin - Nach Informationen des Münchner Merkur gibt es in der FDP inzwischen mehrere offene Rücktrittsforderungen gegen Bundespräsident Christian Wulff - unter anderem vom bayerischen Lantagsabgeordneten Thomas Dechant.

Thomas Dechant forderte Wulff zum Rückzug vor der traditionellen Weihnachtsansprache auf. "Ich kann mich nicht still damit abfinden, wenn so jemand von Moral und Anstand reden sollte", sagte Dechant dem Münchner Merkur (Dienstagsausgabe).

Die Wulffs in Oman - Bilder von einer Reise wie in 1001 Nacht

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Wulff sei einer, "der zinsvergünstigte Darlehen angenommen hat und sich mehrere Urlaube bezahlen ließ". Das Amt des Bundespräsidenten "lebt vom Vertrauen. Das muss eine integre Person sein." Wulff hingegen versuche, "mit tröpfchenweiser Information die Fakten unter den Teppich zu kehren".

Er schließe sich deshalb der Rücktrittsforderung des Bundestagsabgeordneten Erwin Lotter an. Dechant kritisierte auch seine Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger scharf, die Wulff das Vertrauen ausgesprochen hatte. "Dass sich eine Bundesjustizministerin vor ihn stellt und das kleinredet, kann ich nicht nachvollziehen", sagte Dechant dem Merkur.

MM

Rubriklistenbild: © dpa

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