Westerwelle für Abrüstung in Deutschland 

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“Das ist die Friedensdividende auch für uns Deutsche“, sagte Westerwelle über die Abrüstund der Atomwaffen in Deutschland.

Tallinn - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat ein großes Ziel: Die Atomwaffen sollen raus aus Deutschland und Europa. Eine klare Stellungnahme der USA fehlt jedoch.

“Das ist die Friedensdividende auch für uns Deutsche“, sagte Westerwelle am Donnerstag in Tallinn (Estland) zu Beginn eines Treffens der NATO-Außenminister. Die USA selbst hätten die Reduzierung der taktischen Atomwaffen zur Diskussion gestellt. Dies werde “selbstverständlich nicht im Alleingang“, sondern könne nur gemeinsam im Bündnis geschehen. “Aber dieses Fenster der Gelegenheit für die Abrüstung, das wollen wir jetzt nutzen.“

Die USA haben nach Schätzungen 160 bis 200 Atombomben in Europa gelagert, Russland zwischen 2000 und 4000.

Westerwelle verwies auf eigene Abrüstungsinitiativen der USA: “Das ist jetzt die Stunde, die Zeit, Abrüstung voranzubringen.“ Deutschland stelle nicht die Strategie der nuklearen Abschreckung infrage: “Um die geht es nicht. Die brauchen wir solange die Welt so ist wie sie ist. Es geht nur darum, wie wir Abrüstung voranbringen können, damit die Welt sicherer wird.“ Deutschland wolle einen politischen Beitrag dazu leisten, “dass Terroristen oder andere Staaten, irrational oft genug, keine Atomwaffen in die Hände bekommen“.

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