Westerwelle für Ende der Wehrpflicht

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FDP-Chef Guido Westerwelle mit einem Bundeswehr-Soldaten in Potsdam. Es wäre die richtige Entscheidung, die Dienstpflicht so bald wie möglich auszusetzen, meint Westerwelle.

Hamburg - Nach dem Verteidigungsminister bezweifelt auch der Aueßnminister den Sinn der Wehrpflicht. FDP-Chef Guido Westerwelle dringt auf eine rasche Umwandlung der Bundeswehr in eine Freiwilligenarmee.

Er halte ein Ende der Wehrpflicht in dieser Wahlperiode für möglich, sagte Westerwelle dem “Hamburger Abendblatt“ (Mittwoch-Ausgabe). Es wäre die richtige Entscheidung, die Dienstpflicht so bald wie möglich auszusetzen. Dabei gehe es ihm nicht um Einsparungen, sondern um Wehrgerechtigkeit.

“Es kann nicht sein, dass nur noch 16 Prozent eines Jahrgangs ihren Wehrdienst ableisten, während viele andere zur selben Zeit ihre beruflichen Chancen verbessern können“, sagte der Außenminister. “Das berührt den Gleichheitsgrundsatz in unserer Verfassung.“

Wehrpflicht und Zivildienst

Wehrpflicht und Zivildienst

Den seit 1. Juli von neun auf sechs Monate verkürzten Wehrdienst nannte Westerwelle einen Fortschritt. Er begrüße, dass sich auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ganz unvoreingenommen mit der Frage einer Freiwilligenarmee beschäftigt.

dpa

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