Westerwelle muss Karl Marx loben

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Außenminister Guido Westerwelle (links, FDP) musste in Südafrika den Kommunisten Karl Marx loben.

Pretoria - Der Philosoph Karl Marx und der FDP-Außenminister Guido Westerwelle - Ihre Weltanschauungen stehen unversöhnlich gegeneinander. Doch nun musste der Neoliberale den Kommunisten loben:

Die geschichtliche Bedeutung von Karl Marx hat beim Besuch von Guido Westerwelle in Südafrika für ein munteres Geplänkel gesorgt. Vizepräsident Kgalema Motlanthe, ein ANC-Veteran im Kampf gegen die Apartheid, wies am Freitag darauf hin, dass ein deutscher Gast schließlich aus dem Heimatland des großen Denkers aus Trier komme.

Das wollte Westerwelle nicht einfach so stehen lassen. Ja, es sei schon richtig, dass Marx einer der großen deutschen Denker gewesen sei. “Aber wir sind dem nicht gefolgt. Auch die Geschichte hat gezeigt, dass er nicht recht gehabt hat“, antwortet der oberste Liberale auf Englisch dem ehemaligen Linkengewerkschafter, der gemeinsam mit Nelson Mandela zehn Jahre inhaftiert war. Der zeigte sich wieder versöhnlich. Statt ideologische Debatten zu führen, solle man sich besser auf praktische Fragen konzentrieren, gab Motlanthe Westerwelle mit auf den Weg.

fro/apn

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