Westerwelle: UN muss sich mit Nordkorea befassen

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Guido Westerwelle wirft Nordkorea eine Völkerrechtsverletzung vor.

New York - Der mißglückte Raketenstart in Nordkorea sorgt weiter für Aufregung. Außenminister Guido Westerwelle fordert ein Eingreifen der Vereinten Nationen.

Nach dem fehlgeschlagenen Raketenstartdurch Nordkorea warnt Außenminister Guido Westerwelle vor einer Eskalation. “Das ist eine flagrante Verletzung internationaler Verpflichtungen und wird die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weiter verschärfen“, sagte der FDP-Politiker in New York und verurteilte die Aktion. Westerwelle verlangte, der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen müsse sich “umgehend mit der Angelegenheit befassen und eine deutliche Antwort auf diese Völkerrechtsverletzung geben“.

Bundesregierung nennt nordkoreanischen Raketentest Provokation

Die Bundesregierung hat den nordkoreanischen Raketentest trotz des Scheiterns als “deutliche Provokation“ kritisiert. “Nordkorea hat damit gegen Vorgaben des Sicherheitsrats verstoßen“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Freitag in Berlin. Das Land habe sich mit dem Schritt weiter isoliert. Die Bundesregierung rufe Nordkorea dazu auf, auf weitere Raketentests zu verzichten, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen und sein Atomwaffenprogramm aufzugeben.

Das ist Nordkorea

Das ist Nordkorea

Allen internationalen Warnungen zum Trotz hatte Nordkorea am Freitag erneut eine Rakete gestartet. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums im benachbarten Südkorea explodierte die mehrstufige Rakete jedoch schon wenige Minuten nach dem Abheben in der Luft und zerbrach in mehrere Teile, die ins Gelbe Meer fielen.

dapd/dpa

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