Westerwelle will sich wieder stärker einbringen

+
Außenminister Guido Westerwelle

Düsseldorf - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will sich nach Monaten der innenpolitischen Zurückhaltung wieder stärker in die öffentliche Debatte einmischen.

“Mit 50 Jahren fühle ich mich noch zu jung fürs Altenteil. Nun widme ich mich mit Kraft und Zuversicht den nächsten Jahren“, sagte Westerwelle der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post“ (Samstag). “Ich möchte dazu beitragen, dass die Arbeit der Bundesregierung das Ansehen Deutschlands mehrt und wir 2013 mit einer ordentlichen Bilanz vor die Wähler treten können.“

Westerwelle sagte Parteichef Philipp Rösler seine Hilfe zu. “Es gibt Situationen, wo sich eine Partei nicht nur hinter ihre Führung, sondern auch vor sie stellen muss. Ich unterstütze die neue Parteiführung, ohne Wenn und Aber“, sagte der frühere Parteivorsitzende. Die FDP werde das Blatt wenden. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an frühere Krisen: “Diejenigen, die damals schon das sichere Ableben der FDP vorausgesagt haben, wurden durch die Geschichte widerlegt. So wird es jetzt auch wieder sein.“ Man dürfe nicht den Mut und die Kampfkraft der Liberalen unterschätzen.

Die FDP habe in der Regierung eine gute Bilanz vorzuweisen, sagte Westerwelle. “Das Land steht wirtschaftlich stark da.“ Daran habe die FDP einen wesentlichen Anteil. Seitdem Union und FDP an der Regierung sind, gehe es dem Land von Monat zu Monat besser. An den Steuersenkungen müsse die Koalition festhalten. “Die jetzt beschlossene Korrektur der kalten Progression im Steuerrecht ist richtig.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

NSU-Prozess: Plädoyer stockt - das ist der Grund
NSU-Prozess: Plädoyer stockt - das ist der Grund
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
Trump drängt Senat zu Abstimmung über „Obamacare“
Trump drängt Senat zu Abstimmung über „Obamacare“
Maas: Deutschland braucht mehr Staatsanwälte und Richter
Maas: Deutschland braucht mehr Staatsanwälte und Richter

Kommentare