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Terroranschlag in Wien: Was passiert und bisher bekannt ist - Mehrere Täter mit Langwaffen, Motiv unklar

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Von: Katarina Amtmann, Cindy Boden

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Terror in Wien:  Besucher verlassen nach einer Vorstellung das Burgtheater am abgesperrten Ring.
Terror in Wien: Bei einem Terrorangriff in der Wiener Innenstadt sind am Abend mehrere Menschen getötet und verletzt worden. © Herbert Neubauer/dpa

In Wien sind am Montagabend Schüsse gefallen. Kanzler Sebastian Kurz sprach von einem Terroranschlag. Was ist in Wien passiert? Das ist bisher bekannt.

Bisher gesichert (Stand 3. November, 17.31 Uhr) ist Folgendes:

Nach Terrornacht in Wien - Das ist zunächst unklar

Der mutmaßliche Attentäter war mit einem automatischen Sturmgewehr, einer Machete, einer Faustfeuerwaffe und einer Sprengstoffattrappe ausgestattet, sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen. Zu diesem Zeitpunkt geht die Polizei von weiteren - mindestens vier - Tätern aus.

Terroranschlag in Wien: Was passiert und bisher bekannt ist - Mehrere Täter mit Langwaffen, Motiv unklar

Wien - Nach der mutmaßlichen Terroranschlag in Wien ist nach den Worten von Österreichs Innenminister Karl Nehammer mindestens ein Tatverdächtiger noch auf der Flucht. Er appellierte aufgrund der Gefahrenlage an die Bürger in Wien, auch am Dienstag, wenn irgend möglich zunächst zu Hause zu bleiben. „Meiden Sie die Innenstadt“, sagte Nehammer. Auch die Schüler müssten nicht zur Schule gehen, wenn sie oder die Eltern das nicht wollten.

Der Angriff hatte gegen 20 Uhr in einem Ausgehviertel begonnen. Dort befindet sich auch eine Synagoge. Die Hintergründe waren auch nach mehreren Stunden unklar. Die Polizei hat nach eigenen Angaben einen schwerbewaffneten Täter erschossen. Ein Passant kam bei dem Angriff ums Leben. 15 Menschen wurden teils schwer verletzt.

Terroranschlag in Wien: Was ist passiert? Polizei berichtet von sechs Tatorten - ein Täter erschossen

Wie viele Täter es insgesamt gibt, ist aktuell nicht bekannt. Zudem spricht die Polizei von insgesamt sechs Tatorten, die gesichert wurden.

Einer Ministeriumssprecherin zufolge wurde bei dem Schusswechsel in der Nähe des Schwedenplatzes ein Polizeibeamter angeschossen und schwer verletzt. Das bestätigt auch die Polizei.

Anschlag in Wiener Innenstadt bei Synagoge: Rettungsdienst meldet mehrere Tote und Verletzte

Der Wiener Rettungsdienst meldet unterdessen mehrere Tote und Verletzte. „Zahlenmäßig eingrenzen können wir das noch nicht, wir sind noch dabei, uns einen Überblick zu verschaffen“, sagte der Sprecher der Wiener Berufsrettung, Daniel Melcher, der APA.

Gegen 20 Uhr sollen die ersten Schüsse in der Seitenstettengasse gefallen sein, im Zentrum von Wien. Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Religionsgesellschaft in Österreich, schreibt auf Twitter, dass die Synagoge in der Seitenstettengasse zum Zeitpunkt der ersten Schüsse geschlossen war. Ob der Stadttempel, die Hauptsynagoge Wiens, ein Ziel gewesen sei, wisse er nicht, doch es wurde seiner Aussage nach in unmittelbarer Nähe geschossen.

Was ist in Wien passiert? Polizei mit einem Großaufgebot in der Innenstadt unterwegs

Die Hintergründe sind derzeit noch völlig unbekannt. Auf Twitter gibt es viele Solidaritätsbekundungen an die jüdische Gemeinde.

Schwerbewaffnete Einsatzkräfte sind nach den Schüssen in der Wiener Innenstadt im Einsatz.
Schwerbewaffnete Einsatzkräfte sind nach den Schüssen in der Wiener Innenstadt im Einsatz. © Ronald Zak/AP/dpa

Terroranschlag in Wien (Österreich): „Bitte meiden Sie alle öffentlichen Plätze im Stadtgebiet“

Die Polizei patrouillierte mit Gewehren im Anschlag durch die Stadt. „Wir sind mit allen möglichen Kräften im Einsatz“, schrieb die Polizei auf Twitter. „Bitte meiden Sie alle öffentlichen Plätze im Stadtgebiet“, hieß es weiter. Viele Menschen, die in der Gegend unterwegs waren, flohen in Panik. Die Innenstadt ist derzeit großräumig abgesperrt. Zudem wurde darum gebeten, keine Videos oder Fotos hochzuladen. „KEINE Videos und Fotos in sozialen Medien posten, dies gefährdet sowohl Einsatzkräfte als auch Zivilbevölkerung!“

Kanzler Sebastian Kurz äußert sich zu Attacke in Wien: „Widerwärtiger Terroranschlag“

Nach dem Angriff ist nun auch die Armee mit Soldaten in der Wiener Innenstadt im Einsatz. Das österreichische Bundesheer habe den gesamten Objektschutz in der Hauptstadt übernommen, berichtete die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das Kanzleramt. Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach von einem „widerwärtigen Terroranschlag“. Im ORF sagte er außerdem: „Zum Hintergrund können wir noch nichts Genaues sagen. Ein antisemitischer Hintergrund kann aufgrund des Ortes schon nicht ausgeschlossen werden.“ Österreichs Innenminister Karl Nehammer sagte kurz nach ein Uhr morgens (3. November) bei einer Pressekonferenz: „Wer einen von uns angreift, der greift uns alle an.“

In der Wiener Innenstadt werden nach Angaben der Polizei zeitweise keine Haltestellen mehr vom öffentlichen Nahverkehr angefahren. „Bleiben Sie in Sicherheit, verlassen Sie öffentliche Orte umgehend“, twitterte die Polizei.

Terroranschlag in Wien: Was wir wissen - und was nicht

Bisher gesichert (Stand 3. November, 1.20 Uhr) ist Folgendes:

Unklar ist nach dem Terroranschlag noch:

Der Stadttempel im Zentrum Wiens ist einer der wichtigsten Anlaufpunkte der jüdischen Gemeinde in der österreichischen Hauptstadt. Schon in der Vergangenheit gab es Terrorangriffe auf die Synagoge. *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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