Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem

Note "gut" für Deutschlands Nazi-Jagd

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KZ-Gedenkstätte Auschwitz

Jerusalem - Das Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem hat Deutschland ernsthafte Bemühungen bei der strafrechtlichen Verfolgung von NS-Verbrechern bescheinigt.

Die Einrichtung vergab in ihrem am Sonntag veröffentlichten Jahresbericht die Note „gut“ an Deutschland. Die USA erhielten sogar ein „sehr gut“. Die Bemühungen von Ländern wie Australien, Österreich, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine im Jahre 2012 wurden hingegen als „mangelhaft“ eingestuft, weil es dort keinen politischen Willen gebe, NS-Verbrecher vor Gericht zu bringen.

Als wichtigsten Erfolg des vergangenen Jahres wertet das Wiesenthal-Zentrum die Anklage des „meistgesuchten NS-Kriegsverbrechers“ Laszlo Csatary. Er soll 1944 als Polizeichef im damals ungarisch besetzten slowakischen Kosice federführend die Deportation von nahezu 16 000 Juden ins KZ Auschwitz organisiert haben. Bis Juli 2012, als er festgenommen wurde, lebte er unbehelligt in Budapest.

Die meistgesuchten Nazi-Verbrecher

Die meistgesuchten Nazi-Verbrecher

Das Wiesenthal-Zentrum ist mit der weltweiten Suche nach untergetauchten Nazi-Verbrechern und Kollaborateuren bekannt geworden. Die 1977 gegründete Menschenrechtsorganisation hat ihren Hauptsitz in Los Angeles. Das Zentrum ist nach dem österreichischen Juden Simon Wiesenthal (1908 bis 2005) benannt, der viele Angehörige während des Holocaust verloren und deshalb nach dem Zweiten Weltkrieg weltweit nach Nazi-Tätern geforscht hatte.

dpa

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