CSU will längere Atomlaufzeiten und Aus für Kohle

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Das Kernkraftwerk Gundremmingen in Bayern. Die CSU will längere Atomlaufzeiten und dafür das Aus für Kohle.

München - Die CSU will die Laufzeiten der bayerischen Atomkraftwerke um bis zu 20 Jahre verlängern und dafür komplett auf Strom aus Kohle verzichten.

Bei einer Vorstandsklausur an diesem Wochenende in Wildbad Kreuth wollen die Christsozialen ein Energiekonzept beschließen, das gleichzeitig den Ausbau der erneuerbaren Energien vorsieht.

“Wir wollen einen Energiemix aus regenerativen Energien und Kernenergie“, sagte Wirtschaftsexperte Erwin Huber am Mittwoch. Bis 2030 sollten 90 Prozent des Stroms in Bayern CO2-frei erzeugt werden. Die erneuerbaren Energien sollen bis 2030 einen Anteil von 40 Prozent erreichen. Autoren sind Huber und Umweltminister Markus Söder.

Nach dem Atomausstiegs-Kompromiss müsste der Meiler Isar I bei Landshut als erstes bayerische Kernkraftwerk bereits 2011 vom Netz gehen. Das will die CSU jedoch kippen. “Wir wollen den rot-grünen Atomausstieg korrigieren“, sagte Huber dazu. Für jeden Reaktor soll es jedoch ein Sicherheitskonzept geben. Die Gewinne aus der Laufzeit- Verlängerung sollen nach CSU-Vorstellung teils den Verbrauchern zugutekommen, teils in die Forschung bei erneuerbaren Energien fließen.

lby

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