SPD will Soldaten ab 2011 aus Afghanistan abziehen 

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Die SPD will die deutschen Soldaten ab 2011 aus Afghanistan abziehen.

Berlin - Anders als die Bundesregierung will die SPD-Spitze schon Mitte 2011 mit dem Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan beginnen und ihn spätestens 2015 abschließen.

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Das geht aus einem gemeinsamen Positionspapier von Parteichef Sigmar Gabriel und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hervor, das am Dienstag auf einer Afghanistan-Konferenz der SPD in Berlin vorgelegt wurde. Die Bundesregierung müsse alles daran setzen, den Rückzug der Bundeswehr parallel zu dem für Juli angekündigten Beginn der Reduzierung der US-Truppen einzuleiten, heißt es darin. Der Einsatz solle dann “im Korridor 2013 bis 2015“ beendet werden.

Die SPD will bis zur anstehenden Verlängerung des Afghanistan- Mandats im Bundestag Ende Januar über das Papier diskutieren.

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Die Bundesregierung will frühestens Ende 2011 mit einer Truppenreduzierung beginnen und hat sich noch nicht auf ein Enddatum für den Abzug festgelegt. Allerdings sollen bis 2014 die Kampfeinsätze beendet werden. Die Verantwortung für die Sicherheit im Land soll dann komplett in den Händen afghanischer Soldaten und Polizisten liegen.

Derzeit sind 4600 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan im Einsatz. Bis zu 5000 sind möglich, plus einer Reserve von 350. Im Januar entscheidet der Bundestag darüber, ob diese Größenordnung für das kommende Jahr beibehalten werden soll.

dpa

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