SPD will Spezial-Einkommensteuer für Geringverdiener

Düsseldorf - Der SPD-Flügel “Seeheimer Kreis“ will Geringverdiener finanziell unterstützen: Bis zu einem Einkommen von 1.500 Euro sollen ihre Sozialabgaben durch einen Steuerzuschuss ausgeglichen werden.

Dazu sollen ihnen die Sozialabgaben bis zu einem Einkommen von 1.500 Euro durch einen Steuerzuschuss ausgeglichen werden, berichtet die “Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Sie beruft sich dabei auf ein Positionspapier des SPD-Wirtschaftsexperten und Seeheimer-Sprechers Garrelt Duin, das der Zeitung vorliegt. “Die Idee heißt brutto für netto“, zitiert das Blatt Duin.

Für Menschen, die mindestens 30 Stunden pro Woche arbeiteten und dafür einen Lohn bekämen, der zum Leben nicht ausreiche, müsse eine “negative Einkommensteuer“ eingeführt werden, heiße es in dem Papier. Das von Ökonomen erdachte Modell sehe Steuergutschriften für Geringverdiener vor, die keine Steuern zahlen, aber durch überproportionale Sozialabgaben belastet sind.

Nach den Berechnungen Duins würde der Staat beispielsweise einem ledigen Arbeitnehmer, der 800 Euro brutto monatlich verdient, die Sozialversicherungsbeiträge komplett ersetzen. So werde der Brutto- zum Nettolohn. Die SPD will Ende Januar ein umfassendes Steuerkonzept vorstellen.

dapd

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