Chef der Wirtschaftsweisen warnt 

Kein Schuldenschnitt für die Griechen!

+
Christoph Schmidt, Chef der Wirtschaftsweisen

Düsseldorf - Der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat vor einer Fortsetzung der Debatte über einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland gewarnt.

"Wir sollten die Griechen jetzt erst einmal möglichst viele der zweifellos schmerzhaften Reformen umsetzen lassen, unter den bisher vereinbarten Bedingungen, statt ihnen schon vorab einen Teil des Drucks zu nehmen", sagte Schmidt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe).

Harte Einschnitte: Das griechische Sparpaket im Überblick

Harte Einschnitte: Das griechische Sparpaket im Überblick

"Denn diese Erleichterung hätte zwangsläufig zur Folge, und das ist nur allzu menschlich, dass die Reformanstrengungen wieder etwas zurückgefahren würden", sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. "Und damit wäre niemandem geholfen", so der Präsident des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsforschungsinstituts (RWI) in Essen. Schmidt äußerte sich anlässlich der Erwartung griechischer Politiker, dass Deutschland nach der Bundestagswahl einem weiteren Schuldenschnitt zustimmen würde. Derzeit hält sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Athen auf.

zr

Auch interessant

Meistgelesen

Frankreich-Besuch: Paraden begeistern Trump - „Get Lucky“-Cover eher nicht
Frankreich-Besuch: Paraden begeistern Trump - „Get Lucky“-Cover eher nicht
Attentat in Jerusalem: Zwei Polizisten sterben
Attentat in Jerusalem: Zwei Polizisten sterben
Regierung verschärft Reisehinweise für Türkei - Jetzt reagiert die Regierung in Ankara
Regierung verschärft Reisehinweise für Türkei - Jetzt reagiert die Regierung in Ankara
Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump
Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump

Kommentare