Wowereit: Scharfe Kritik an Islamkonferenz

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Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Klaus Wowereit hat die Deutsche Islamkonferenz scharf kritisiert. Von dem Treffen gehe kein Signal in die Zukunft aus.

Berlin - Klare Worte: Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Klaus Wowereit hat die Deutsche Islamkonferenz scharf kritisiert.

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Von dem Treffen gehe kein Signal in die Zukunft aus, sagte der Regierende Bürgermeister am Montag in Berlin. “Zu viele handwerkliche Fehler im Vorfeld und eine dilettantische Vorbereitung erwecken den Eindruck, dass Innenminister Thomas de Maizière bereit ist, ein Scheitern in Kauf zu nehmen.“

Bis zum Nachmittag beraten rund 30 staatliche und muslimische Vertreter über die Integration der etwa vier Millionen Muslime in Deutschland. Wowereit kritisierte, das Treffen scheine de Maizière (CDU) nicht wichtig genug, “sonst hätte er es zur Chefsache erklärt und ein größeres Augenmerk auf ein Zusammenführen der verschiedenen Positionen gelegt“.

Die Ausladung des Islamrats sei nicht zielführend, erklärte Wowereit. Auch beim “unwürdigen wochenlangen Gezeter“ um die Teilnahme des Zentralrats der Muslime habe sich der Innenminister nicht als Brückenbauer gezeigt. “Er hat unnötig Vertrauen verspielt“, sagte Wowereit. Dabei komme es jetzt darauf an, den vielen Absichtserklärungen der letzten Jahre Taten folgen zu lassen. “Die heute beginnende zweite Phase der Islamkonferenz wird daran gemessen werden, ob sie muslimischen Menschen in Deutschland tatsächlich eine umfassende Beteiligung an Bildung, Kultur und Demokratie ermöglicht und Vorurteile abbaut.“

dapd

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