Berlin-Wahl: Wowereit stichelt in Richtung Künast

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Berlins Regierungschef Klaus Wowereit (SPD)

Berlin - Berlins Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) erwartet von seiner möglichen Grünen-Gegenkandidatin Renate Künast ein klares Bekenntnis zur Bundeshauptstadt.

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“Wenn sie in Berlin kandidieren will, dann aber bitte ohne Wenn und Aber“, sagte Wowereit am Donnerstag nach Angaben eines Sprechers. “Eine Rückfahrkarte in die Bundespolitik, die Frau Künast sich offenbar bereit halten will, schadet Berlin.“ Wowereit sagte, Berlins Grüne könnten Verstärkung gebrauchen, insofern begrüße er eine Kandidatur der Vorsitzenden der Bundestagsfraktion bei der Abgeordnetenhauswahl im September 2011. Künast wollte sich am Donnerstag nicht äußern, laut Fraktionspressestelle verweist sie auf eine Rede, die sie am 5. November im Vorfeld des Grünen-Landesparteitags halten will. Es wird erwartet, dass sie dann ihre Kandidatur bekanntgibt.

Der Politikwissenschaftler Nils Diederich sagte am Donnerstag dem Radiosender 104.6 RTL: “Die Chancen sind nicht gering, die SPD in ihrer Stimmenzahl einzuholen. Das hat vor allem den Grund, dass Frau Künast im Moment strahlen kann, ohne dass sie sehr konkret gesagt hat was sie eigentlich in der Stadt anders machen will.“ Die Grünen kämen in der Hauptstadt auf 30 Prozent der Stimmen, wenn jetzt das Abgeordnetenhaus gewählt würde, wie das Institut Forsa am Samstag gemeldet hatte. Die SPD würde mit 26 Prozent nur auf Platz 2 landen.

dpa

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