Wulff will für Europa werben

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Der neue Bundespräsident Christian Wulff (re.) mit dem Präsident der EU-Kommmission, Jose Manuel Barroso.

Brüssel - Bei seinem Antrittsbesuch in Brüssel gab sich Bundespräsident Christian Wulff als guter Europäer. Die Arbeit von Europaparlament und EU-Kommission müssten mehr beachtet werden sagte er.

Außerdem sollte Europa bei globalen Themen einheitlich auftreten.

Der neue Bundespräsident Christian Wulff will für Europa und seine Institutionen werben. Die Arbeit von Europaparlament und EU-Kommission müssten stärker anerkannt werden, als das üblicherweise der Fall sei, sagte Wulff am Donnerstag in Brüssel nach einer Begegnung mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. “Das ist mein Beitrag für Europa.“

Wulff war bei seiner ersten Auslandsreise nach Amtsübernahme bereits am Mittwoch mit EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek und in Paris mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy zusammengekommen. Barroso dankte Wulff, die EU-Institutionen zu besuchen. “Das ist ein Signal für seine europäische Verpflichtung.“

Wulff und Barroso sprachen über Finanz- und Wirtschaftsthemen und ein besseres Miteinander von verschiedenen Kulturen und Religionen. Wulff sagte, Europa sollte bei globalen Themen wie dem Klimaschutz oder der Finanzordnung einheitlich auftreten. “Wenn das Europa leistet, mit einer Stimme zu sprechen bei den großen internationalen Fragen, dann werden wir mehr Gewicht bekommen.“

Eine weitere Station seines Brüssel-Besuchs war das NATO- Hauptquartier. Von Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erwartete das Staatsoberhaupt eine Einschätzung zur Lage in Afghanistan, wo die Allianz die Schutztruppe ISAF führt. Es gehe dabei um denkbare Zeiträume für Truppenverstärkungen, Truppenreduzierungen oder Abzugsplanungen “unter dem Gesichtspunkt der Stabilisierung der Lage in dem Land“, sagte Wulff. "

Gerade die NATO und die Vereinten Nationen sind von entscheidender Bedeutung für den Einsatz deutscher Truppe im Ausland.“ Der verfassungsrechtliche Rahmen für die Einsätze sei gewährleistet.

dpa

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