Verheerende Explosion

Anschlag in Hisbollah-Hochburg: 22 Tote

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Im Libanon wurde am Freitag Staatstrauer ausgerufen.

Beirut - Nach dem verheerenden Bombenanschlag in einem Vorort von Beirut ist die Zahl der Toten bis zum Freitag auf 22 gestiegen.

Nach Angaben von Innenminister Marwan Charbel wurden bei der Detonation in der Hochburg der Schiiten-Bewegung Hisbollah am Donnerstag zudem 290 Menschen verletzt. Im Libanon galt am Freitag Staatstrauer. Präsident Michel Suleiman sagte, der Anschlag trage „die Handschrift von Terrorismus und Israel“. Der israelische Staatspräsident Schimon Peres wies diese Anschuldigung zurück.

Das israelische Außenministerium bezeichnete die Vorwürfe als „lächerliche Erfindungen, die davon ablenken sollen, dass Hisbollah den Libanon in einen Sumpf der Gewalt gezogen hat“. Peres zeigte sich überrascht von den Anschuldigungen. „Das Blutvergießen im Nahen Osten muss gestoppt werden, Israel ist nicht beteiligt, und ich werde mich nicht zu weiteren Einzelheiten äußern“, sagte er nach Angaben der Nachrichtenseite „ynet“.

Die Autobombe war in einem Viertel detoniert, das von der schiitischen Hisbollah-Bewegung und ihrer Miliz kontrolliert wird. Die Hisbollah kämpft im syrischen Bürgerkrieg auf der Seite des Regimes von Präsident Baschar al-Assad, was bei vielen Libanesen auf Ablehnung stößt.

Zu der Tat bekannte sich eine Gruppe mit dem Namen „Brigade von Aischa“. Aischa ist der Name einer der Frauen des Propheten Mohammed. Der Anschlag sei die zweite Botschaft an Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah, sagte ein Maskierter in einem Youtube-Video. Neben ihm standen zwei Bewaffnete. Der Sprecher kündigte weitere Anschläge an und rief die Libanesen auf, sich von Hisbollah-Hochburgen fernzuhalten. Nasrallah wurde als israelischer und iranischer Agent bezeichnet.

Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats verurteilten den Anschlag nach einer Mitteilung der Vereinten Nationen. Die Mitglieder betonten erneut, dass Terrorismus in allen Formen eine der größten Bedrohungen für den internationalen Frieden und die Sicherheit sei.

dpa

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