ZDF-Politbarometer

Keine Mehrheit für Wunschbündnisse

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Läuft es am Ende auf eine Große Koalition zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück hinaus?

Berlin/Mainz - Für Schwarz-Gelb oder Rot-Grün gäbe es nach einer neuen Umfrage bei einer Bundestagswahl momentan weiter keine Mehrheit. Für SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht es nicht positiv aus.

In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer verlieren CDU/CSU einen Punkt auf 38 Prozent, die FDP verharrt bei 4 Prozent. Damit käme sie nicht mehr in den Bundestag, wenn schon am kommenden Sonntag gewählt würde.

Die SPD verschlechtert sich ebenfalls um einen Punkt auf 29 Prozent, die Grünen können einen Punkt auf 14 Prozent zulegen. Dies würde aber nicht für ein rot-grünes Bündnis reichen, das von beiden Parteien angestrebt wird. Die Linke käme auf 7 Prozent (plus 1 Punkt). Die Piratenpartei würde mit unverändert 4 Prozent den Einzug ins Parlament verpassen.

Diese Wahlen stehen bis Ende 2014 an

Es ist das erste Grundrecht einer jeden Demokratie: Das Volk wählt seine Vertreter. Bis Ende 2014 müssen die Deutschen ziemlich oft ihr Kreuzchen machen - wir zeigen Ihnen, wann in welchen Bundesländern und Kommunen gewählt wird und wann die die nächste Bundestagswahl stattfindet. © dpa
Das EU-Parlament steht im Zeitraum vom 22. bis 25. Mai 2014 wieder zur Wahl. Die europäische Volksvertretung wird für fünf Jahre gewählt. In Deutschland ist am 25. Mai 2014 der Tag für die Stimmabgabe. © dpa
Im Herbst 2014 stehen gleich drei Landtagswahlen an: Brandenburg, Thüringen und Sachsen wählen neue Länderparlamente. © dpa

Beim direkten Vergleich, wen die Bundesbürger lieber als Bundeskanzler hätte, zeigt sich kaum eine Veränderung. Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) würden 52 Prozent der Bürger bevorzugen (November 53 Prozent), ihren designierten SPD-Herausforderer Peer Steinbrück fänden unverändert 38 Prozent besser. Selbst bei den Anhängern der SPD ist nur rund die Hälfte von einem Sieg Steinbrücks überzeugt.

Auch in der Top-Ten-Liste der wichtigsten Politiker hat Merkel die Nase vorn. Hinter ihr folgen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Steinbrück liegt auf Rang vier vor Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin kommt auf Platz sechs, hinter ihm liegen CSU-Chef Horst Seehofer, der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und FDP-Chef Philipp Rösler als Schlusslicht.

dpa/dapd

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