Zensus: 390.000 Haushalte werden erneut befragt

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2011 fand die erste Volkszählung in Deutschland seit 24 Jahren statt. Nun muss nachgebessert werden.

Wiesbaden - Weil die Ergebnisse der Volkszählung von 2011 nicht mit den Daten der Einwohnermeldeämter übereinstimmen, werden rund 390.000 Haushalte erneut befragt.

Rund 390 000 Haushalte in Deutschland müssen im Rahmen der Volkszählung erneut befragt werden. Der Grund: Im ersten Durchgang 2011 stimmten die Ergebnisse nicht mit den Daten aus den Einwohnermeldeämter überein. Die genaue Einwohnerzahl Deutschlands steht damit noch immer nicht fest. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, sind ausschließlich Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern betroffen. Dort soll mit der Nacherhebung jetzt die korrekte Einwohnerzahl ermittelt werden.

„Das ist eine seit langem geplante Maßnahme, um die Qualität der erhobenen Daten zusätzlich zu sichern“, sagte ein Sprecher des Amtes. Dabei würden nur wenige Fragen gestellt. Die beim Zensus erhobenen Zahlen weichen unter anderem von den offiziellen ab, weil etwa Kinder oft noch mit erstem Wohnsitz bei den Eltern gemeldet sind, obwohl sie zum Beispiel in einer anderen Stadt studieren. In Nordrhein-Westfalen und Berlin-Brandenburg haben die Befragungen bereits begonnen.

Der Zensus 2011 war die erste gesamtdeutsche Volkszählung. In den westlichen Bundesländern war zuletzt 1987 gezählt worden. Ziel ist es vor allem, eine genauere amtliche Einwohnerzahl zu ermitteln.

dpa

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