Zentralrat der Muslime warnt vor ungeregelter Zuwanderung

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Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek. Foto: Oliver Berg/Archiv

Osnabrück (dpa) - Deutschland stößt bei der Flüchtlingsaufnahme nach Ansicht des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime (ZMD), Aiman Mazyek, an seine Grenzen.

"Moralisch kann es wegen der Werte unserer Verfassung und unserer historischen Verantwortung keine Obergrenze geben. Technisch aber schon", sagte Mazyek der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). "Diese Obergrenze scheint in Deutschland offenkundig bald erreicht zu sein."

Auch und gerade die Muslime in Deutschland seien bei der Integration der Flüchtlinge gefordert, fügte der ZMD-Vorsitzende hinzu. Sie leisteten bereits sehr viel - "sie könnten aber noch mehr schaffen, wenn der Staat und Gesellschaft sie dabei unterstützt und mehr Zutrauen in unsere Integrationslotsen hat".

Durch die Flüchtlingswelle habe die Zahl der Muslime in Deutschland binnen weniger Monate um rund ein Viertel zugenommen, sagte Mazyek. Für die in Deutschland sesshaften Muslime bedeute dies einen Wandel des hierzulande gelebten Islams, aber auch einen Wandel der Sicht der Gesellschaft auf sie. Grundlage des Wandels müsse stets die Verfassung sein.

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