Bosnienkrieg

Zwölf Jahre Haft für serbische Ex-Sicherheitschefs

UN-Tribunal
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Die ehemaligen Chefs des serbischen Sicherheitsdienstes, Jovica Stanišic (2.v.l) und Franko Simatovic (r), sitzen auf der Anklagebank.

Die Verfahren vor dem UN-Gericht zu Verbrechen im Bosnienkrieg (1991-1995) kommen zu einem Ende. Zum Abschluss sind zwei Serben verurteilt worden - allerdings kann die Verteidigung Berufung einlegen.

Den Haag - Das UN-Tribunal in Den Haag hat zwei Serben wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Bosnienkrieg zu jeweils 12 Jahren Haft verurteilt.

Die beiden ehemaligen Chefs des serbischen Sicherheitsdienstes, Jovica Stanišic (70) und Franko Simatovic (71), wurden am Mittwoch der Beihilfe zu Mord, Verfolgung und Vertreibung für schuldig befunden. 2013 waren sie in einem höchst umstrittenen Urteil noch freigesprochen worden.

Das UN-Tribunal für Kriegsverbrechen kam nun zu einem anderen Urteil. Nach Ansicht des Gerichts spielten die beiden Männer eine „bedeutende Rolle“ beim Aufbau von paramilitärischen Einheiten, die für eine Terrorkampagne gegen Muslime und Kroaten verantwortlich waren. Allerdings sah es nicht alle Vorwürfe für erwiesen an.

Dies ist das letzte Verfahren vor dem UN-Gericht zu Verbrechen im Bosnienkrieg (1991-1995). Berufung ist möglich. Die Anklage hatte lebenslange Haft gefordert, die Verteidigung Freispruch. dpa

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