Beziehung zu Schwiegerkindern: Zeit lassen und kennenlernen

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Ein gutes Verhältnis zum Schwiegerkind braucht Zeit, in der sich beide kennenlernen können. Foto: Uwe Anspach

Das ist nicht selten: Der Sohn oder die Tochter sind schon eine ganze Weile in einer festen Beziehung, aber zum Schwiegerkind entsteht keine richtige Nähe. Wie stellt man eine enge Bindung her und ist diese immer notwendig?

Nürnberg (dpa/tmn) - Für das eigene Kind ist deren Partner ein enger Vertrauter. Für die Schwiegereltern muss das nicht automatisch auch gelten. Aber mit der Zeit kann eine freundschaftliche Beziehung entstehen.

"Wenn ein gutes Verhältnis zu den eigenen Kindern besteht, so entwickelt sich meist ganz natürlich und unwillkürlich Nähe, Freundschaft oder sogar Vertrautheit mit deren Partnern", sagt Frieder R. Lang. Er ist Prof. für Psychogerontologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. "Aber dies erfordert erfahrungsgemäß ein wenig Zeit, und eben Geduld, weil man sich ja erst einmal kennenlernen muss."

Hat man sich kennengelernt und ist sich sympathisch, kann man eine eigene Beziehung zum Schwiegerkind aufbauen und diese pflegen. "Man kann das erreichen, wenn es beispielsweise exklusive Themen und Erlebnisse gibt, die nur die Schwiegereltern und Schwiegerkinder miteinander teilen", sagt Lang. Das können gemeinsame Interessen wie Hobbys oder Ausflüge sein.

Allerdings gibt es keine Pflicht, die Schwiegerkinder zu mögen, erzählt Lang. "Für alle persönlichen Beziehungen gilt in der Regel, dass die Sympathie, die gefühlte Nähe und die Wechselseitigkeit im Austausch entscheidend dafür sind, ob man miteinander Zeit verbringen möchte oder nicht."

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