Die Hummeln starten in den Frühling

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Noch dauert es etwas mit der Kirschbaumblüte - aber die "Frühstarter"-Hummeln sind trotzdem schon unterwegs. Foto: Felix Kästle

Hummeln sind nach dem Winter "Frühstarter". Der Grund: Sie können sich "warm" zittern. Diese Fähigkeit ist einmalig in der Insektenwelt, wie ein Wildbienen-Experte bestätigt.

Hamburg (dpa) - Die Hummeln starten in den Frühling. Obwohl die Temperaturen wenig frühlingshaft sind und sich teils nur knapp über den Gefrierpunkt bewegen, krabbeln die Hummeln zurzeit überall aus ihren Winterquartieren.

"Solange das Thermometer nicht unter die Null-Grad-Grenze rutscht, ist es den jungen Hummeln egal", sagte Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung: "Sie können bereits bei einer Außentemperatur von zwei Grad Celsius fliegen." Damit seien Hummeln unter den Wildbienen die ersten, die in den Frühling abheben.

Dabei können Hummeln nur fliegen, wenn sie eine Körpertemperatur von mindestens 30 Grad haben. Das schaffen sie mit einem Trick, wie Biologe Manuel Pützstück erklärte. "Sie haben im Winter eine Extraportion Nektar in ihrer Honigblase gespeichert, den sie jetzt als Bio-Sprit nutzen." Mit Hilfe dieser Energiequelle und ihrer Flugmuskulatur "zittert" sich die Hummel warm. "Dieses Talent hat kein anderes Insekt", erklärte der Wildbienen-Experte.

Nach dem "Aufwärmtraining" würden die Insekten sofort ihre Nahrungsquellen ansteuern - Frühblüher wie Krokusse und Schneeglöckchen, Weidenkätzchen und Märzenbecher, sagte Pützstück.

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