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Senf selber machen: Das einfache Rezept mit Senfkörnern oder Senfmehl

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Von: Anne Tessin

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Senf ist in aller Munde, aber nicht an der Bratwurst, sondern weil er knapp werden könnte. So machen Sie Senf einfach selber, wenn er mal ausverkauft ist.

Erst Sonnenblumenöl, dann Mehl und nun auch noch Senf. Der Krieg in der Ukraine macht sich immer deutlicher in den deutschen Supermarktregalen bemerkbar*. Vielerorts hamstern verantwortungslose Kunden, was die Situation noch zusätzlich verschärft. Bleiben Sie ganz entspannt! Im Fall der Fälle können Sie Senf einfach selber machen – aus nur wenigen, einfachen Zutaten.

Senf selber machen: Senfkörnerimporte werden schwieriger

Senf wird aus Essig, Wasser, Gewürzen und Senfkörnern hergestellt. Mehr braucht es nicht, um die gelbe Würzsoße selbst zu machen. Knapp 80 Prozent der nach Deutschland importierten Senfkörner stammen aus Russland und der Ukraine, was die Situation für Senf-Hersteller gerade schwierig macht, klagt der Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbandes Kulinaria, Markus Weck, gegenüber der „Welt“. Privatkunden können Senfkörner im gut sortierten Supermarkt, Bioladen, Reformhaus und online kaufen.

Senf selber machen
Senf ist eine allseits beliebte Würzsoße und lässt sich kinderleicht selber machen. © JB/Imago

Diese Zutaten brauchen Sie, wenn Sie Senf selber machen wollen

Für drei Gläser Senf:

Wer milden Senf machen möchte, muss weiße und gelbe Senfkörner nutzen, braune und schwarze Körner sollten Ihre Wahl sein, wenn Sie es schärfer lieben. Und vielleicht haben Sie es schon erraten: Für einen mittelscharfen Senf müssen Sie einfach die verschiedenen Senfkörner mischen.

Senf selber machen: So funktioniert es

Sie brauchen etwas Zeit, um Senf selber zu machen. Die Zubereitung ist zwar schnell erledigt, aber die Vorbereitung dauert zwei bis drei Tage. Sie haben keine Zeit? Eine schnellere Methode verraten wir Ihnen weiter unten.

  1. Vermischen Sie die Senfkörner in einer Schüssel (kein Plastik) gründlich mit dem Essig und dem Wasser. Decken Sie die Schüssel dann locker ab, nicht luftdicht, und lassen Sie die Senfkörner an einem kühlen Ort zwei bis drei Tage durchziehen.
  2. Geben Sie dann die Senfkörner-Mischung zusammen mit dem Zucker, dem Kurkuma und dem Salz in ein hohes Gefäß oder einen Mixer und pürieren Sie alles mit regelmäßigen Pausen, bis der Senf eine glatte Konsistenz bekommt.

Die Pausen müssen Sie unbedingt einhalten, damit sich der Senf beim Pürieren nicht erhitzt und dann bitter schmeckt. Füllen Sie den fertigen Senf danach in drei saubere, heiß ausgespülte Gläser, verschließen Sie diese gut und lassen Sie den Senf noch zwei, drei Tage ziehen, bevor Sie die erste Kostprobe nehmen. Wenn Sie gleich probieren, wird der Senf schärfer schmecken, als nach der Ruhezeit. Luftdicht verschlossen und kühl und dunkel gelagert hält sich Ihr selbstgemachter Senf bis zu drei Monate. Sie können Ihnen also wunderbar lagern – auch in Ihrem Notvorrat.

Senf selber machen: Schnelle Methode

Wenn Sie Senf selber machen wollen, aber keine Zeit und Lust haben, die Senfkörner einzuweichen, können Sie sie auch fein mahlen – mit einem Mörser oder einem Mixer – und dann weiterverarbeiten. Noch schneller geht es, wenn Sie das Senfmehl schon fertig kaufen (werblicher Link). Je feiner es ist, desto feiner wird auch der fertige Senf. Kochen Sie dafür das Wasser mit dem Weißweinessig auf und lassen Sie es auf eine handwarme Temperatur abkühlen. Vermischen Sie dann das Senfmehl mit den Gewürzen und verrühren Sie es dann mit dem Wasser-Essig-Gemisch. Mixen Sie das Ganze etwa fünf Minuten, gerne auch länger, bis ein glatter Senf entsteht, den Sie dann wie oben beschrieben abfüllen und lagern. (ante) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

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