Feldhamster in NRW fast ausgestorben - Nabu will Nachzucht

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Der Nabu fordert ein Nachzuchtprogramm für Feldhamster. Foto: Uwe Anspach

Der Feldhamster ist seit vielen Jahren in NRW vom Aussterben bedroht. Auch der letzte Bestand wird immer kleiner. Naturschützer fordern ein Zuchtprogramm und ein Biotop für die kleinen Nagetiere.

Düsseldorf (dpa) - Auf den Äckern in Nordrhein-Westfalen leben fast keine Feldhamster mehr. Nur bei Zülpich könnten noch etwa 50 der kleinen, gefleckten Nagetiere nachgewiesen werden, teilte der Naturschutzbund Nabu in Düsseldorf mit.

Um den letzten Bestand zu retten, fordert der Verband ein schnelles Nachzuchtprogramm. Die kleinen Säugetiere sollten dann in einer auf sie zugeschnittenen Landschaft wieder ausgesetzt werden. Feldhamster sammeln Körner in ihren Backen, finden allerdings auf den perfekt abgeernteten Feldern oft nicht mehr genügend Futter. Damit fehlt ihnen Nahrung, um über den Winter zu kommen.

Zugleich richtete der Nabu-Vize von NRW, Heinz Kowalski, Vorwürfe gegen das Land: Konsequentes Handeln zum Erhalt dieser nach europäischem Recht geschützten Art sei bisher unterblieben. Auch die Landwirte müssten Verantwortung für den Lebensraum Acker übernehmen. An den früheren Standorte im rheinischen Rommerskirchen und Pulheim sollten wieder Feldhamster leben können, fordert der Nabu. "Die Verantwortung, dies entsprechend umzusetzen, liegt beim Land", erklärte Kowalski.

Lanuv zu Feldhamster

Bundesamt für Naturschutz zu Feldhamster

Nabu-Pressemitteilung

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