„Br4mm3n“ von PietSmiet im Gespräch

PietSmiet, Gronkh & Co.: So sammelten sie fast 2 Millionen Euro für Spenden

YouTuber Dennis Brammen
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Dennis Brammen von PietSmiet hat mit uns über die Spendenaktion „Friendly Fire“ gesprochen.
  • Ömer Kayali
    VonÖmer Kayali
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„Friendly Fire“ ist eine seit 2015 stattfindende Spendenaktion, die dieses Jahr ein weiteres Mal einen Spenden-Rekord knacken konnte. Wie die Streamer es schaffen, sich jährlich zu toppen, hat uns Dennis Brammen von PietSmiet verraten.

„Friendly Fire“ hat eine erstaunliche Entwicklung gemacht. Der jährlich stattfindende Spenden-Stream wird von einigen der bekanntesten YouTuber und Streamer Deutschlands veranstaltet, darunter PietSmiet, Gronkh oder Pandorya. Erstmals fand das Event 2015 statt. Damals wurden im Rahmen der Spendenaktion 125.000 Euro gespendet. Bei „Friendly Fire 7“ wurden nun insgesamt circa 1,8 Millionen Euro innerhalb von zwölf Stunden gesammelt – rund 1,3 Millionen über direkte Spenden und den Rest über Merchandise-Verkäufe. Damit konnte „Friendly Fire“ in jedem Jahr mehr Spendengelder sammeln. Wir haben mit Dennis Brammen (Br4mm3n) von PietSmiet über die Gründe für die großartige Entwicklung des Events gesprochen.

„Friendly Fire 7“: Authentizität und Echtheit sind enorm wichtig

Dennis Brammen erklärt uns, dass einer der Hauptgründe für den großen Erfolg die Authentizität ist: „Ich glaube, ein ganz wichtiger Punkt ist, dass es einfach „true“ ist, was wir machen an dem Tag, inklusive der Fehler.“ Es komme hin und wieder vor, dass die Zuschauer etwas nicht gut finden, doch dann reagieren die Streamer spontan und gehen zum nächsten Punkt über. „Das passiert dann einfach und dann müssen die Leute da durch. Gleichzeitig ist es dann aber echt, weil es auch echt ist. Es ist nichts gespielt.“

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„Friendly Fire“: Spenden-Stream wird sogar in Bars übertragen

Diese Echtheit zeichnet PietSmiet und Co. auch in ihren normalen Streams aus und ist sicherlich einer der Gründe, weshalb sie sich über die Jahre eine so große Fan-Community aufbauen konnten. Diese vernetzt sich mittlerweile nicht nur virtuell. Fans treffen sich auch im echten Leben und sehen sich Streams zusammen auf der Couch an oder veranstalten eigene kleine Events. „Ich finde schön, dass wir so ein Get Together geschaffen haben. Ich weiß von einer Bar in Köln, die haben da einen Fernseher aufgestellt und die gucken sich das in der ganzen Bar an“, so Brammen.

„Friendly Fire 7“: Wo landen die Spenden?

Die gesammelten Spendengelder werden an unterschiedliche Organisationen weitergegeben, unter anderem den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln oder Hanseatic Help e.V. und viele weitere. PietSmiet und Co. stellen sicher, dass das Geld an den richtigen Stellen landet. Dennis Brammen nennt ein konkretes Beispiel: „Wir haben in Weeze zum Beispiel, da kommen wir ursprünglich her, [...] da haben wir eine Scheune gebaut für den Tierpark [...]. Wir haben die Scheune dann einfach besucht, nach dem sie aufgestellt worden ist.“

„Friendly Fire 8“: Termin steht bereits fest

Auch im nächsten Jahr findet der Spenden-Stream statt. Der Termin für „Friendly Fire 8“ ist der 3. Dezember 2022. Wenn sich die Aktion so entwickelt, wie in den letzten Jahren, könnten PietSmiet & Co. womöglich die 2 Millionen Euro knacken – aber irgendwelche Rekorde zu knacken, ist überhaupt nicht das Ziel, wie Dennis Brammen erklärt: „Natürlich ist es immer schön, wenn die Summe höher wird. Wenn man dann allein schon mehr Geld hat, was man verspenden kann, das ist natürlich eine gute Sache. Trotzdem finde ich, darf man da nicht mit so einem Wettbewerb rangehen und mit zu sportlichem Ehrgeiz. Es ist ein Charity-Event. Man darf dabei nicht die Summen unterschätzen, die dabei fließen, selbst wenn man einen „Misserfolg“ hat. Ich finde das ganz wichtig.“ Aber von einem Misserfolg kann bei der riesigen Summe an jährlichen Spendengeldern gewiss nicht die Rede sein.

Einen großen Teil tragen dazu auch die Leute hinter den Kulissen bei, die dafür sorgen, dass der Stream reibungslos abläuft. Dazu zählen ein elfköpfiges Aufnahme-Team, Produzenten, 50 ehrenamtliche Helfer und viele andere. „Ich finde, sie bekommen in der Regel zu wenig Aufmerksamkeit, deswegen ist mir wichtig, dass die Leute nicht vergessen werden“, so Brammen. (ök) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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