40 Euro für ein Set?

Perfekt zum Kochen, Braten, Schmoren: Müssen Pfannen und Töpfe wirklich teuer sein?

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Bei Töpfen und Pfannen gilt tatsächlich: Qualität hat ihren Preis.

Wenn es darum geht, haltbare und gut funktionierende Töpfe und Pfannen zu kaufen, schlucken viele beim Preis. Müssen Sie wirklich so viel Geld ausgeben?

Ärgern Sie sich über die ausgebeulten Töpfe und zerkratzten Pfannen in Ihrem Küchenschrank? Denken Sie, dass Sie sich nur noch nicht zum Hobbygourmet entwickelt haben, weil Sie mit billigem Material arbeiten müssen? Wenn Sie nach neuem Kochgeschirr Ausschau halten, werden Sie schnell erkennen, dass es in jeder Preisklasse etwas gibt. Sie können ein ganzes Set für gerade einmal 40 Euro kaufen oder gleich mehrere hundert Euro in die Hand nehmen. Aber lohnt sich das wirklich?

Am Ende ist es doch nur Geschirr, mit dem man Lebensmittel erhitzt. Oder steckt in teuren Töpfen und Pfannen wirklich so viel mehr Technik und Know-How, das den hohe Preis gerechtfertigt? Es kommt, wie bei so vielem, darauf an, was Ihnen wichtig ist.

Töpfe und Pfannen aus reaktivem, nicht reaktivem und kombiniertem Material

Die Materialen aus denen Töpfe und Pfannen hergestellt werden, unterteilen sich in reaktiv und nicht reaktiv.   

nicht reaktiv

Edelstahl, Ton, Emaille, Glas, Kunststoff

schlechte Wärmeleitung, schlechte Wärmeverteilung

keine Reaktion mit Gargut

reaktiv

Kupfer, Aluminium

sehr gute Wärmeleitung, sehr gleichmäßige Wärmeverteilung

teils starke Reaktion mit Gargut, vor allem bei Säure und Laugen

Es ist also keine gute Idee eine Tomatensoße in einem reaktiven Kupfertopf zuzubereiten. Sie kann einen metallischen Geschmack annehmen.

Bei der Wärmeleitung und -verteilung setzen die Hersteller von höherwertigem Kochgeschirr an. Während billige Töpfe und Pfannen meist nur aus einem Material gefertigt sind, werden bei teureren Exemplaren reaktive und nicht reaktive Stoffe kombiniert. Dabei wird zum Beispiel Aluminium im Kern verwendet, während die äußere Schicht aus einem nicht reaktiven Stoff gefertigt ist. So bekommen Sie das Beste aus beiden Werten.

Auch interessant: Das Loch im Pfannenstiel hat einen ganz anderen Zweck als Sie meinen

Bessere Wärmeleitung und -Verteilung bei teuren Pfannen und Töpfen

Teurere Pfannen und Töpfe leiten also Wärme besser. Dies ist ein entscheidender Vorteil beim Kochen. Sie erhitzen rascher und kühlen dann auch schneller wieder ab. Sie können die Wärmzufuhr also leichter steuern. Während billiges Kochgeschirr häufig leicht und dünn gearbeitet ist, um Material zu sparen, sind teure Exemplare dicker gefertigt. Das ermöglicht eine gleichmäßigere Wärmeverteilung und vermeidet beispielsweise diesen übermäßig heißen Punkt in der Mitte einer Pfanne, den Sie wahrscheinlich kennen.

Der mittlerweile leider verstorbene Starkoch Anthony Bourdain hat es mal treffend formuliert: "Dünnes Kochgeschirr ist nutzlos. Eine ordentliche Pfanne zum Beispiel sollte zu schweren Kopfverletzungen führen, wenn sie hart gegen den Schädel von jemandem geschlagen wird. Wenn Sie irgendwelche Zweifel daran haben, was einbeulen wird - der Kopf des Opfers oder die Pfanne - dann werfen Sie diese Pfanne direkt in den Müll."

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Kauf von Töpfen und Pfannen: Bessere Verarbeitung und Haltbarkeit

Bei Töpfen und Pfannen ist teuer in den meisten Fällen tatsächlich besser - besser konstruiert, besser verarbeitet, besser ausbalanciert, längere Haltbarkeit, haltbarere Griffe. Während Sie einen wertigen Topf in der Regel jahrelang ohne Abnutzung gebrauchen können, müssen Sie günstiges Geschirr häufiger ersetzen. Am Ende greift in diesem Fall also tatsächlich der alte Grundsatz: "Billig kauft zwei Mal" - oder drei, vier, fünf Mal...

Dennoch gilt: nicht jeder teure Topf und nicht jede hochpreisige Pfanne sind gleich gut. Sie müssen die Materialen vergleichen, sich klar sein, welche Ansprüche Sie haben. Muss der Pfannengriff aus Metall sein, damit Sie die Pfanne in den Ofen schieben können? Brauchen Sie wirklich ein ganzes Set? Emaille sieht toll aus, ist aber empfindlich. Es eignet sich also nicht unbedingt für den täglichen Gebrauch. Kupferkochgeschirr wirkt auch beeindruckend, verbeult aber leicht. Wenn Sie keinen Platz zum Verstauen haben, lassen Sie die Finger davon. Eisenpfannen sind sehr haltbar, aber ziemlich limitiert einzusetzen und aufwändig in der Pflege.

Vor einer Investition in gute Töpfe und Pfannen steht also etwas Denksport und Recherchearbeit, aber es lohnt sich.

Lesen Sie auch: Nie wieder Anbrennen - So bekommt Ihre Pfanne eine echte Antihaftschicht.

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Von Entrecôte bis Tenderloin: Eine kleine Steakkunde

Rumpsteak, Filet, Entrecote: Die Auswahl an Fleisch, die über die Verkaufstheken - hier bei der Metzgerei "Kumpel & Keule" in Berlin - wandern, ist groß. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Rumpsteak, Filet, Entrecote: Die Auswahl an Fleisch, die über die Verkaufstheken - hier bei der Metzgerei "Kumpel & Keule" in Berlin - wandern, ist groß. © Lino Mirgeler
Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger bei Fleisch. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger bei Fleisch. © Lino Mirgeler
Als Entrecôte wird das Zwischenrippenstück bezeichnet. Es ist leicht von Fett durchzogen und daher besonders saftig. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Als Entrecôte wird das Zwischenrippenstück bezeichnet. Es ist leicht von Fett durchzogen und daher besonders saftig. © Lino Mirgeler
Das Filet oder auch Tenderloin stammt aus der Lendenmuskulatur und ist besonders zart und mager. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Filet oder auch Tenderloin stammt aus der Lendenmuskulatur und ist besonders zart und mager. © Lino Mirgeler
Das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten und ist sehr saftig. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten und ist sehr saftig. © Lino Mirgeler
Beim Dry Aged Beef reift das Fleisch in einer Salzgrotte. So wird das Fleisch butterzart. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Beim Dry Aged Beef reift das Fleisch in einer Salzgrotte. So wird das Fleisch butterzart. © Lino Mirgeler
Das T-Bone Steak ist stark marmoriert und hat ein intensives Aroma. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das T-Bone Steak ist stark marmoriert und hat ein intensives Aroma. © Lino Mirgeler
Das Tri-Tip oder auch Bürgermeisterstück hat eine markante, spitze Form. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Tri-Tip oder auch Bürgermeisterstück hat eine markante, spitze Form. © Lino Mirgeler
Diese Bildkombo (l.o.- r.u.) zeigt Stücke vom Rumpsteak, T-Bone Steak, Wet Aged Entrecote, Dry Aged Entrecôte, Tri-Tip, Bürgermeisterstück sowie Filet. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Diese Bildkombo (l.o.- r.u.) zeigt Stücke vom Rumpsteak, T-Bone Steak, Wet Aged Entrecote, Dry Aged Entrecôte, Tri-Tip, Bürgermeisterstück sowie Filet. © Lino Mirgeler
Steak, Ribeye, Onglet: Diese Zuschnitte stammen aus verschiedenen Teilen des Rinds. Grafik: dpa-infografik Foto: dpa-infografik GmbH
Steak, Ribeye, Onglet: Diese Zuschnitte stammen aus verschiedenen Teilen des Rinds. Grafik: dpa-infografik Foto: dpa-infografik GmbH © dpa-infografik GmbH

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