Erschreckend

Leckeres Rührei vom Bäcker? Was Sie wirklich vorgesetzt bekommen, macht sauer

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Ein frisches Ei muss ihr Bäcker-Rührei nicht unbedingt gesehen haben.

Zu einem leckeren Frühstück gehört Rührei für viele dazu. Aber ist das auch beim Bäcker zu empfehlen? Was hier auf dem Teller landet, ist wenig appetitlich.

Knusprige Semmeln, ein duftender Kaffee und dazu noch ein frisches Rührei - wenn es zu Hause mal nicht für ein Frühstück gereicht hat oder man es sich einfach mal gut gehen lassen will, ist das Angebot des nächsten Bäckers eine gute Ausweichmöglichkeit. Aber gerade das geliebte Rührei kann hier schnell zur unappetitlichen Mogelpackung werden.

Statt frisches Rührei: Zusatzstoffe aus dem Pappkarton

Das NDR-Verbrauchermagazin "Markt" berichtet, dass in Bäckereien häufig Fertigmischungen zum Einsatz kommen. Rührei aus dem Pappkarton also, statt frisch aufgeschlagene Eier von glücklichen Hühnern. Zusammen mit einem Profikoch testete das Magazin verschiedene Bäckereien und stellte fest: Einen Hinweis auf das Fertig-Ei sucht man vergeblich auf den Speisekarten. Dabei können die Inhaltsstoffe durchaus problematisch sein. Besonders Diabetiker, Allergiker oder Vegetarier seien über Citronensäure, Maltodextrin oder sogar Hühnerfett nicht erfreut und beschweren sich regelmäßig bei Verbraucherschützern, berichtet eine Vertreterin der Verbraucherzentrale Hamburg in dem Beitrag. Diese habe jedoch keine Handhabe, da solche Zusätze nicht gekennzeichnet werden müssen.

Auch interessant: Diese Zutat gehört auf keinen Fall ins Rührei - und doch machen Sie es immer wieder falsch

Fertig-Rührei beim Bäcker: Verantwortung für Informationen auf Kunden abgewälzt

Auf Nachfrage bei den getesteten Bäckereien beruft man sich auf fehlende Lagermöglichkeiten. Außerdem würde man mit pasteurisierten Rührei-Fertigprodukten die Verbreitung von Salmonellen verhindern. Nachvollziehbare Gründe, die aber nicht erklären, warum man nicht mit "offenen Karten" spielt und die Fertigmischungen deklariert. Hier schieben die Bäckereien die Verantwortung den Kunden zu. Man können sich schließlich jeder Zeit beim Personal nach den Inhaltsstoffen und Zubereitungsweisen erkundigen. Wenn man denn ahnen könnte, dass das Rührei auf dem Teller nicht frisch ist.

Laut Profikoch ist das Fertig-Rührei schnell enttarnt: Es ist fad, farblos, hat eine seltsame Konsistenz und hinterlässt ein unangenehmes Mundgefühl. Der Experte lässt kaum ein gutes Haar an dem Rührei aus dem Karton. Die praktische und zeitsparende Zubereitung geht hier also ganz klar auf Kosten des Kunden.

Im Test gibt es aber auch einen Lichtblick. Eine getestete Bäckerei bereitet das Rührei tatsächlich aus frischen Eiern zu. Auf der Speisekarte ist es als "Rührei aus drei Eiern" ausgewiesen. Ist die Angabe der Ei-Anzahl also ein Hinweis auf frisches Rührei?

Lesen Sie auch: Darum sollten Sie das Ei auf der Backshop-Semmel lieber nicht essen.

ante

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Selbst Brot, das nur ein wenig schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.  © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter das Ei, desto leichter wird es. Schwimmt es im Wasser, ist es schlecht.  © picture allian ce/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Fisch nach Fisch riecht, ist er nicht mehr frisch.  © picture alliance / Holger Hollem
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Verdorbenes Fleisch stinkt und wird schleimig. Achten Sie unbedingt auf die Lagerungstemperatur.  © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn Joghurt sehr flüssig ist, ist er nicht mehr genießbar.  © picture alliance / dpa
Käse Haltbarkeit erkennen
Hartkäse verträgt sogar eine Schimmelschicht. Schneiden Sie diese nur großzügig weg. Riecht der Käse unangenehm sauer, ist er schlecht.  © picture alliance / Harald Tittel
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten.  © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen.  © picture alliance / Lorenzo Carne
Wurst Haltbarkeit erkennen
Wurst ist nicht gleich Wurst. Seltsamer Geruch und Schleimigkeit sind aber deutliche Indizien für die Tonne.  © picture alliance / Patrick Pleul

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