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Abgeguckt bei den Profis: So machen Sie Pommes wirklich knusprig

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Pommes sind ein köstlicher Snack und die perfekte Beilage - aber wie gelingen sie zu Hause?

Was kann schon so schwer daran sein, aus Kartoffeln leckere Pommes zu machen? Schneiden, ab in die Fritteuse und fertig. Falsch! Wir verraten Ihnen, wie es geht.

Wenn Sie schon einmal versucht haben, zu Hause selbst Pommes zu machen, dann ist es Ihnen vielleicht auch passiert: Die Kartoffelstäbchen waren alles andere als knusprig und lecker und hatten wohl wenig mit dem zu tun, was man vom Imbiss oder aus dem Restaurant kennt.

Die perfekten Pommes sind außen knusprig und innen weich und locker. Um dieses Ergebnis zu erzielen, benötigen Sie:

  • die richtigen Kartoffeln
  • das richtige Frittierfett
  • die richtige Temperatur
  • die richtige Technik

Erst, wenn Sie diese drei Punkte beachten, können Sie sich einen Pommes-Experten nennen. Wir verraten Ihnen, wie es geht.

Die richtige Fritteuse

Theoretisch können Sie Pommes auch in einem herkömmlichen Topf frittieren. Besser ist es allerdings, eine spezielle Fritteuse zu verwenden. Dieses Gerät können Sie auf eine bestimmte Temperatur einstellen. Professionelle Fritteusen können die richtige Gradzahl über Stunden konstant halten. Sie werden häufig mit Gas betrieben und sind deshalb in Rekordzeit auf Betriebstemperatur. Außerdem lassen sie sich nach Gebrauch abdecken und verfügen über Filter, die Verunreinigungen aus dem Öl filtern. So kann das Öl wiederverwendet werden und muss nicht nach jedem Gebrauch ausgetauscht werden – und dieser Punkt ist wichtig.

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Das richtige Frittierfett

Öl zum Frittieren sollten Sie auf 175 bis 180 Grad erhitzen können. Ungeeignet für Pommes sind Butter oder natives Olivenöl. Optimal ist Kokosfett geeignet. Es schmeckt neutral und lässt sich bis zu 210 Grad erhitzen. Auch mit Sonnenblumenöl, Erdnussöl und Sesamöl können Sie sehr gut Pommes frittieren. Letzteres muss allerdings unbedingt aus den hellen, unbehandelten Samen gemacht sein, denn nur dieses ist geruchs- und geschmacksneutral. McDonald's hat seine Pommes ursprünglich in Rindertalg frittiert und reproduziert diesen besonderen Geschmack heute mit Aroma, das sie dem Pflanzenöl beimischen, wie das Magazin Taste of Home berichtet.

Video: Heiß geliebte Pommes - so werden sie gesünder

Verwenden Sie "altes" Öl zum Pommes frittieren

Aber nicht nur das richtige Öl, sondern auch das Alter ist entscheidend. Pommes-Profis schwören auf die mehrfache und regelmäßige Nutzung von Frittierfett. "Älteres" Öl, das täglich benutzt wurde, soll demnach knusprigere Pommes produzieren, als frisches. Laut der Seite The Spruce Eats liegt das daran, dass die Fettmoleküle im Öl bei Kontakt mit Hitze aufgespalten werden. So binden sie sich stärker an die Pommes und machen sie knuspriger. Zu alt darf das Öl allerdings auch nicht werden, sonst raucht es und sorgt für einen komischen Geschmack. Es ist auch besonders wichtig, eventuelle Rückstände der Pommes aus dem Öl zu filtern, damit dieser bei der nächsten Nutzung nicht verbrennen. Außerdem sollte Öl nur für das Gericht wiederverwendet werden, für das es ursprünglich genutzt wurde, da es den Geschmack annimmt.

Die richtige Kartoffel für Pommes

Mehligkochend oder festkochend, das ist hier die Frage. Und die einfache Antwort: beide. Am Ende unterscheiden sich die Sorten nur darin, wie das Innere der Pommes nach dem Frittieren schmeckt. Fluffige Pommes bekommen Sie, wenn Sie mehligkochende Kartoffeln verwenden. Wer eine "cremige" Konsistenz bevorzugt, sollte auf festkochende Sorten zurückgreifen. Diese halten auch besser ihre Form.

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Die richtige Temperatur zum Frittieren

Nicht zu heiß, nicht zu kalt – was beliebig klingt, hat einen logischen Hintergrund. Ist das Fett zu heiß, verbrennen die Pommes außen, bevor sie innen gar sind. Ist das Öl zu kalt, wird die Außenhaut zu langsam knusprig und die Pommes können sich in der Zwischenzeit mit Fett vollsaugen. 160 bis 175 Grad sind ideal für Pommes, es kommt aber darauf an, ob Sie die Kartoffelstäbchen nur einmal oder zweimal frittieren.

Doppelt frittieren macht Pommes besonders knusprig

Das Geheimnis der Pommes-Profis ist das doppelte Frittieren. So geht's:

  1. Frittieren Sie die Pommes zunächst etwa eine Minute bei 160 Grad.
  2. Lassen Sie die Pommes zehn bis fünfzehn Minuten lang abkühlen.
  3. Frittieren Sie die Pommes ein zweites Mal - entweder wieder bei 160 Grad oder bei 175 Grad bis sie knusprig und golden sind. Das dauert etwa vier bis fünf Minuten.

Benutzen Sie gefrorene Pommes

Sie mögen bei dieser Aussage die Stirn runzeln, aber Pommes-Profis empfehlen für das perfekte Restaurant-Pommes-Erlebnis gefrorene Pommes zu verwenden. Diese fertigen Pommes sind schon einmal vorfrittitiert. Sie sparen sich also das doppelte Frittieren und können die Pommes einfach im gefrorenen Zustand in die Fritteuse werfen.

Lassen Sie es sich schmecken!

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So vielseitig anwendbar sind Kartoffelschalen

Kartoffelschalen sollten Sie nicht gleich wegwerfen. Klicken Sie sich durch die Fotostrecke, um zu erfahren, wieso.
Kartoffelschalen sollten Sie nicht gleich wegwerfen. Klicken Sie sich durch die Fotostrecke, um zu erfahren, wieso. © pixabay
Aus Kartoffelschalen können Sie eine der beliebtesten Naschereien zaubern: Chips. Dazu legen Sie sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lassen etwas pflanzliches Öl darauf tröpfeln. Je nach Vorlieben können Sie die Schalen zusätzlich mit Paprika, Salz oder Chili würzen, bevor Sie für 10 Minuten bei 200 Grad im Ofen knusprig gebacken werden.
Aus Kartoffelschalen können Sie eine der beliebtesten Naschereien zaubern: Chips. Dazu legen Sie sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lassen etwas pflanzliches Öl darauf tröpfeln. Je nach Vorlieben können Sie die Schalen zusätzlich mit Paprika, Salz oder Chili würzen, bevor Sie für 10 Minuten bei 200 Grad im Ofen knusprig gebacken werden. © pixabay
Falls Ihr Frittierfett schon etwas streng riecht, geben Sie einfach ein paar saubere Kartoffelschalen hinzu. Nach einigen Minuten werden Sie merken, dass es sauberer wird – dann können Sie die Kartoffelreste wieder herausfischen.
Falls Ihr Frittierfett schon etwas streng riecht, geben Sie einfach ein paar saubere Kartoffelschalen hinzu. Nach einigen Minuten werden Sie merken, dass es sauberer wird – dann können Sie die Kartoffelreste wieder herausfischen. © pixabay
Getrocknete Kartoffelschalen lassen sich hervorragend als Anzündhilfe verwenden: Damit auch wirklich alle Feuchtigkeit aus ihnen entweicht, stellen Sie sie in einer Schale auf die Heizung. So richtig trocken sind sie, wenn sie schön knistern. Dann werden sie einfach in den Ofen zu den restlichen Holzscheiten gelegt.
Getrocknete Kartoffelschalen lassen sich hervorragend als Anzündhilfe verwenden: Damit auch wirklich alle Feuchtigkeit aus ihnen entweicht, stellen Sie sie in einer Schale auf die Heizung. So richtig trocken sind sie, wenn sie schön knistern. Dann werden sie einfach in den Ofen zu den restlichen Holzscheiten gelegt. © pixabay
Kartoffelschalen sind wahre Alleskönner: Selbst als Reinigungsmittel können Sie verwendet werden. Zum Beispiel indem Sie mit der feuchten Innenseite über beschmutztes Edelstahl oder helles Leder fahren. Auch Spiegel bekommen Sie mit dieser Methode sauber, wenn Sie danach mit einem trockenen Tuch nachwischen. Sie haben den Vorteil, dass die spiegelnde Oberfläche nach der Behandlung nicht mehr so schnell beschlägt.
Kartoffelschalen sind wahre Alleskönner: Selbst als Reinigungsmittel können Sie verwendet werden. Zum Beispiel indem Sie mit der feuchten Innenseite über beschmutztes Edelstahl oder helles Leder fahren. Auch Spiegel bekommen Sie mit dieser Methode sauber, wenn Sie danach mit einem trockenen Tuch nachwischen. Sie haben den Vorteil, dass die spiegelnde Oberfläche nach der Behandlung nicht mehr so schnell beschlägt. © pixabay
Wie bei leichten Verbrennungen haben die Innenseiten von Kartoffelschalen auch bei Insektenstichen ein kühlende Wirkung auf die juckenden Stellen. Zudem wirken sie entzündungshemmend.
Wie bei leichten Verbrennungen haben die Innenseiten von Kartoffelschalen auch bei Insektenstichen ein kühlende Wirkung auf die juckenden Stellen. Zudem wirken sie entzündungshemmend. © pixabay

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