Aufgeklärt

Spinat macht groß und stark: Stimmen diese Mythen über Essen wirklich?

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Spinat macht stark? Mitnichten.

Bereits als Kind hört man verschiedene Mythen über Ernährung, an die man oftmals noch im Erwachsenenalter glaubt. Aber was ist dran an diesen Geschichten?

Wer Karotten isst, sieht besser, wer Spinat verspeist, wird stark: Stimmen diese Ernährungsmythen wirklich? Wir haben das für Sie gecheckt.

Kaffee entzieht dem Körper Wasser

Hieß es einst, doch dieser Mythos ist so nicht richtig: Kaffee leistet - im Gegenteil - einen Beitrag zur Gesamtzufuhr an Flüssigkeit über den ganzen Tag. Zwar treibt Kaffee und wir müssen öfter auf die Toilette, aber nur vorübergehend.

Spinat enthält besonders viel Eisen

Falls Sie Ihren Eltern dieses Märchen als Kind geglaubt haben: es ist falsch. In 100 Gramm Spinat sind lediglich vier Milligramm Eisen enthalten. Popeye hat also wohl geschwindelt...

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Cola und Salzstangen helfen gegen Durchfall 

Schön war das damals: Wenn man mit Magen-Darm-Grippe flachlag, durfte man zumindest Salzstangen futtern und Cola schlürfen, wenngleich auch die Kohlensäure vorher herausgerührt wurde. Aber helfen diese Hausmittelchen wirklich gegen Durchfall und Übelkeit?

Leider sind Cola und Salzstangen nicht sehr hilfreich. Der Gedanke dahinter: Cola sollte für Flüssigkeitszufuhr sorgen und den Kreislauf anregen, Salzstangen den Körper mit Natrium versorgen. Besser ist es allerdings, Fenchel- oder Schwarzen Tee zu trinken und auf Zwieback zurückzugreifen.

Wer Karotten isst, sieht besser

"Kind, iss deine Karotten, damit du gut siehst!" Kennen Sie diesen Satz auch noch? Dann hatten Sie kluge Eltern: Karotten enthalten reichlich Beta-Carotin, welches auch in Verbindung mit Vitamin A steht. Vitamin A ist wiederum sehr wichtig für den Sehvorgang. Wer also reichlich Karotten isst, der unterstützt damit auch sein Sehvermögen.

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Abends essen macht dick

Bei einer Diät ist die Rechnung ganz einfach: Sie müssen weniger Kalorien zu sich nehmen als Sie verbrauchen. Wann dies geschieht, ist dabei weitgehend irrelevant. Wenn Sie also nach 18 Uhr noch einen leichten Fisch und gedämpftes Gemüse essen und den Tag über auch darauf geachtet haben, was Sie zu sich nehmen, steht das Essen am Abend Ihrer Diät nicht im Weg. Achten Sie nur darauf, dass Sie spätabends nichts mehr essen, was im Magen liegt, ansonsten könnte sich das auf Ihren Schlaf auswirken.

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sca

Vorsicht: Diese Lebensmittel sollten Sie auf keinen Fall aufwärmen

Haben Sie auch keine Zeit, täglich frisch zu kochen? Adliges Essen "von gestern" ist die Rettung. Beim Aufwärmen müssen Sie aber beachten, dass an manchen Zutaten ungünstige Bakterien oder Salmonellen entstehen. Folgende Lebensmittel sollten Sie deshalb immer frisch genießen:
Haben Sie auch keine Zeit, täglich frisch zu kochen? Adliges Essen "von gestern" ist die Rettung. Beim Aufwärmen müssen Sie aber beachten, dass an manchen Zutaten ungünstige Bakterien oder Salmonellen entstehen. Folgende Lebensmittel sollten Sie deshalb immer frisch genießen: © Pixabay/Hans
Wer Hähnchen in der Mikrowelle aufwärmt, riskiert eine ernsthafte Salmonellenvergiftung. Der Grund dafür liegt bei Eiweißstrukturen im Fleisch, die sich beim Aufwärmen verändern. Deshalb sollten Sie Geflügel immer richtig heiß und gleichmäßig erhitzen.
Wer Hähnchen in der Mikrowelle aufwärmt, riskiert eine ernsthafte Salmonellenvergiftung. Der Grund dafür liegt bei Eiweißstrukturen im Fleisch, die sich beim Aufwärmen verändern. Deshalb sollten Sie Geflügel immer richtig heiß und gleichmäßig erhitzen. © pixabay / Wow_pho
Auch bei Eiern droht eine Salmonellenerkrankung.
Auch bei Eiern droht eine Salmonellenerkrankung. © pixabay / Vladimir-Adrian
Reis dürfen Sie zwar wieder aufwärmen, aber wenn er frisch zubereitet ist, sollte er so schnell wie möglich im Kühlschrank landen. Bei Zimmertemperatur bilden sich Sporen und Bakterien, die Magen-Darm-Beschwerden verursachen können.
Reis dürfen Sie zwar wieder aufwärmen, aber wenn er frisch zubereitet ist, sollte er so schnell wie möglich im Kühlschrank landen. Bei Zimmertemperatur bilden sich Sporen und Bakterien, die Magen-Darm-Beschwerden verursachen können. © pixabay / Simone_ph
Wer Kartoffeln bei Zimmertemperatur aufbewahrt, darf sich auf unangenehme Bauchschmerzen freuen. Der Grund: Ein Bakterium, das sogar bei starker Hitze überleben kann.
Wer Kartoffeln bei Zimmertemperatur aufbewahrt, darf sich auf unangenehme Bauchschmerzen freuen. Der Grund: Ein Bakterium, das sogar bei starker Hitze überleben kann. © pixabay / mp1746
Wird Spinat nochmals aufgewärmt, verwandelt sich Nitrat in giftiges Nitrit. Deshalb sofort in den Kühlschrank oder das Gefrierfach. Ähnliches gilt auch für nitratreiches Gemüse wie...
Wird Spinat nochmals aufgewärmt, verwandelt sich Nitrat in giftiges Nitrit. Deshalb sofort in den Kühlschrank oder das Gefrierfach. Ähnliches gilt auch für nitratreiches Gemüse wie... © pixabay / RitaE
Mangold, ...
Mangold, ... © pixabay / pixel1
Sellerie und...
Sellerie und... © pixabay / stevep
Rote Beete.
Rote Beete. © pixabay /Desertrose7
Pilze haben einen hohen Gehalt an Wasser und Proteinen und sind daher ein idealer Nährboden für Mikroorganismen. Deshalb sollten Sie sie nie länger bei Zimmertemperatur lagern, um die Bildung von Giftstoffen zu vermeiden.
Pilze haben einen hohen Gehalt an Wasser und Proteinen und sind daher ein idealer Nährboden für Mikroorganismen. Deshalb sollten Sie sie nie länger bei Zimmertemperatur lagern, um die Bildung von Giftstoffen zu vermeiden. © pixabay / GuillermoVuljevas

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