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Stiftung Warentest testet Schnellkochtöpfe: Dieser ist eine echte Gefahr

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Schnellkochtöpfe gibt es schon lange. Hier zeigt die Leiterin des einzigen Suppenmuseums Deutschlands ein Modell aus dem Jahr 1930.

Kochen im Schnellkochtopf hat viele Vorteile. Es geht schneller und die Nährstoffe bleiben besser erhalten. Aber nicht jeder Schnellkochtopf ist ein guter Kauf.

Schnellkochtöpfe sind schon lange praktische Helfer in der Küche, erleben in den letzten Jahren aber ein Comeback.

Die Angst vor zischenden Töpfen, die vielleicht auch noch explodieren, ist lange überholt und für viele Hobbyköche überwiegen die Vorteile. Schnellkochtöpfe kochen mit Dampfdruck und sparen so bei der Zubereitung von Suppen, Eintöpfen und Co. wertvolle Zeit. Bis zu 50 Prozent Zeit- und Energieersparnis sind möglich. Gleichzeitig bleiben durch das abgeschlossene System die Nährstoffe, wie Vitamine und Mineralien im Essen erhalten - sie können schlicht nicht verkochen und mit dem Dampf entweichen.

Stiftung Warentest hat nun zehn verschiedene Schnellkochtöpfe unter die Lupe genommen und große Unterschiede ausgemacht, besonders bei der Druck­anzeige und dem Wärmehalte­vermögen.

Stiftung Warentest testet Schnell­kochtöpfe: Das sind die getesten Modelle

  • Elo Praktika Plus XL
  • Fissler Vitaquick
  • Fissler Vitavit Premium
  • GSW System Classic
  • Kuhn Rikon Duromatic Inox Seitengriff
  • Silit Sicomatic t-plus 
  • Tefal Nutricook
  • Tefal Secure 5 Neo 
  • WMF Perfect 
  • WMF Perfect Premium

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Neun Dampf­druck­töpfe sind sicher - der zehnte ist gefährlich

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Zeit sparen Sie mit allen zehn getesteten Schnellkochtöpfen. Sie alle kochen tatsächlich schnell. Die Tester haben die Töpfe in den Kategorien

  • Garen,
  • Handhabung,
  • Sicherheit,
  • Stabilität und Haltbarkeit sowie
  • Energieverbauch bewertet.

Dabei wurde unter anderem darauf geachtet, dass die Töpfe eine gut ablesbare Druckanzeige haben - sechs Modelle haben eine präzise Anzeige, bei zwei Töpfen muss der Koch den Druck schätzen. Außerdem testeten die Experten, wie schnell die Schnellkochtöpfe sich aufheizen und wie gut sie die Temperatur halten. Letzteres ist für das energiesparende Nachkochen entscheidend. Die meisten Schnellkochtöpfe sind auf einem Induktionsherd schon in 13 bis 14 Minuten betriebsbereit, nur ein Topf brauchte mehr Zeit, um ausreichend Druck aufzubauen. Auf einem Herd mit Wärmestrahlung dauerte es 20 bis 34 Minuten. Getestet wurde mit drei Litern Wasser und einem Druck von 0,7 Bar.

Natürlich ist auch die Sicherheit für ein gutes Qualitätsurteil entscheidend. Wichtig ist zum Beispiel, dass sich die Töpfe erst wieder öffnen lassen, wenn der Druck niedrig genug ist. Hier waren alle Schnellkochtöpfe sicher, bis auf einen. Der GSW System Classic lässt sich öffnen, obwohl der Druck im Topf noch zu hoch ist. Das ist besonders bei flüssigen Gerichten gefährlich, da sie beim Öffnen herausspritzen können und zu schweren Verbrühungen führen - genau wie der entweichende Dampf.

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Stiftung Warentest prüft Schnellkochtöpfe: Ein Auszug aus den Testergebnissen

Das Testurteil "sehr gut" konnten die Tester an keinen Schnellkochtopf vergeben. Testsieger ist der Topf Vitavit Premium der Firma Fissler mit dem Qualitätsurteil "gut" (1,9) geworden. Dieser Schnellkochtopf hat in allen Testbereichen gute Ergebnisse erzielt. Die schlechteste Note, "gut" (2,5), gab es für den Energieverbrauch, die beste Note, "gut" (1,7), hat sich der Topf in der Kategorie Sicherheit verdient. Mit dem Urteil "mangelhaft" (5,0) ist der GSW System Classic komplett durchgefallen. Der 60 Euro teure Topf konnte noch bei der Stabilität und Halt­bar­keit punkten, aber da der Topf in allen anderen Kategorien nur ein "befriedigend" und beim Punkt Sicherheit sogar nur "mangelhaft" (5,0) erreicht hat, konnten die Tester hier kein besseres Urteil fällen. Preisleistungssieger ist der Sicomatic t-plus von Silit. Für 148 Euro bekommen Sie das Gerät mit dem Testurteil "gut" (2,3).

Hersteller

Gerät

Preis

Qualitätsurteil

Fissler

Vitavit Premium

240 Euro

gut (1,9)

WMF

Perfect Premium

225 Euro

gut (2,0)

Kuhn Rikon

Duromatic Inox Seitengriff

207 Euro

gut (2,3)

Silit

Sicomatic t-plus

148 Euro

gut (2,3)

Tefal

Nutricook

180 Euro

befriedigend (2,6)

Elo

Praktika Plus XL

50 Euro

befriedigend (2,9)

GSW

System Classic

60 Euro

mangelhaft (5,0)

Die kompletten und ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier.

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Ab in die Mikrowelle? Bei diesen Lebensmitteln ist das keine gute Idee

Viele Menschen würden nie auf die Idee kommen, Pizza aufzuwärmen. Sie schmeckt ja auch kalt ganz vorzüglich. Wenn Sie sie doch lieber warm essen wollen, dann nehmen Sie dafür lieber eine Pfanne. So wird der Boden wieder knusprig, der Käse schmilzt schön und Sie können die Pizza wieder genießen.
Viele Menschen würden nie auf die Idee kommen, Pizza aufzuwärmen. Sie schmeckt ja auch kalt ganz vorzüglich. Wenn Sie sie doch lieber warm essen wollen, dann nehmen Sie dafür lieber eine Pfanne. So wird der Boden wieder knusprig, der Käse schmilzt schön und Sie können die Pizza wieder genießen. © PublicDomainPictures/Pixabay
Sie kennen das: Sie wärmen Lasagne in der Mikrowelle auf und das Ergebnis ist alles andere als lecker. Lavaheiße, totgekochte Stellen liegen direkt neben eiskalten. Lassen Sie das in Zukunft bleiben. Der richtige Ort, um Lasagne aufzuwärmen ist der Backofen. Streuen Sie zusätzlich Käse darauf und geben Sie noch etwas Tomatensoße dazu, dann wird es besonders gut.
Sie kennen das: Sie wärmen Lasagne in der Mikrowelle auf und das Ergebnis ist alles andere als lecker. Lavaheiße, totgekochte Stellen liegen direkt neben eiskalten. Lassen Sie das in Zukunft bleiben. Der richtige Ort, um Lasagne aufzuwärmen ist der Backofen. Streuen Sie zusätzlich Käse darauf und geben Sie noch etwas Tomatensoße dazu, dann wird es besonders gut. © Bru-nO/Pixabay
Wenn Sie Kartoffelpüree in der Mikrowelle aufwärmen, erreichen Sie nur, dass die Oberfläche austrocknet und unappetitlich wird. Wärmen Sie es stattdessen lieber in einem Wasserbad auf.
Wenn Sie Kartoffelpüree in der Mikrowelle aufwärmen, erreichen Sie nur, dass die Oberfläche austrocknet und unappetitlich wird. Wärmen Sie es stattdessen lieber in einem Wasserbad auf. © 422737/Pixabay
Es soll Menschen geben, die kein kaltes Omelett mögen. Deshalb müssen Sie aber noch lange nicht zur Mikrowelle greifen. Viel besser funktioniert es, wenn Sie die Eierspeise in einem feinmaschigen Sieb über einem Topf mit kochendem Wasser aufwärmen.
Es soll Menschen geben, die kein kaltes Omelett mögen. Deshalb müssen Sie aber noch lange nicht zur Mikrowelle greifen. Viel besser funktioniert es, wenn Sie die Eierspeise in einem feinmaschigen Sieb über einem Topf mit kochendem Wasser aufwärmen. © nemoelguedes/Pixabay
Wenn Sie Pommes in der Mikrowelle erwärmen, dann werden sie matschig und dann können Sie sie eigentlich auch gleich wegwerfen. Geben Sie lieber etwas Öl in eine Pfanne und braten Sie die Pommes noch einmal auf. So werden die Kartoffelstäbchen heiß und bleiben schön knusprig.
Wenn Sie Pommes in der Mikrowelle erwärmen, dann werden sie matschig und dann können Sie sie eigentlich auch gleich wegwerfen. Geben Sie lieber etwas Öl in eine Pfanne und braten Sie die Pommes noch einmal auf. So werden die Kartoffelstäbchen heiß und bleiben schön knusprig. © Pexels/Pixabay
Porridge ist in aller Munde, aber leider kann man es kaum genießen, wenn es kalt ist. Die Mikrowelle ist aber auch hier nicht die Lösung, denn der Haferbrei wird klebrig und fest. Geben Sie das Porridge zurück in den Topf und fügen Sie etwas Milch zu. Nun können Sie es noch einmal erwärmen.
Porridge ist in aller Munde, aber leider kann man es kaum genießen, wenn es kalt ist, denn es wird klebrig und viel zu fest. Die Mikrowelle ist aber auch hier nicht die Lösung. Geben Sie das Porridge zurück in den Topf und fügen Sie etwas Milch zu. Nun können Sie es noch einmal erwärmen. © RitaE/Pixabay
Eine frische Quiche ist köstlich und auch, wenn sie kalt ist, kann man sie noch genießen. Wärmen Sie sie allerdings in der Mikrowelle auf, wird sie matschig. Spritzen Sie stattdessen etwas Wasser auf die Oberfläche, wickeln Sie sie vorsichtig in Alufolie und wärmen Sie die Quiche 20 Minuten im Ofen auf.
Eine frische Quiche ist köstlich und auch, wenn sie kalt ist, kann man sie noch genießen. Wärmen Sie sie allerdings in der Mikrowelle auf, wird sie matschig. Spritzen Sie stattdessen etwas Wasser auf die Oberfläche, wickeln Sie sie vorsichtig in Alufolie und wärmen Sie die Quiche 20 Minuten im Ofen auf. © EME/Pixabay

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