Zahl der Empfänger ist stark gesunken

Mehr Geld für zahlreiche Studenten? Bildungsministerin kündigt zügige Bafög-Reform an

Bafög
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Die Zahl der Bafög-Empfänger ist stark gesunken.

Das Studentenwerk kritisiert seit langem, dass Leistung und Freibeträge über die Jahre nicht kräftig genug angepasst wurden. Die neue Bildungsministerin will das Problem schnell anpacken.

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat eine baldige Bafög-Reform angekündigt. Man werde diese „jetzt sehr zügig“ auf den Weg bringen, sagte die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Studierende aus Familien mit geringen Einkommen sollen ihren Angaben zufolge von sogenannten Starthilfepaketen im Umfang von bis zu 1.500 Euro profitieren. „Hohe Kosten für einen Laptop oder andere nötige Anschaffungen zum Studienstart dürfen keine Hürde für ein Studium sein.“

Bafög-Reform angekündigt: Stark-Watzinger nennt Details

Die Ampel-Parteien hatten in ihrem Koalitionsvertrag eine Bafög-Reform vereinbart. Sie soll den Kreis der Studierenden, die gefördert werden, erweitern. In den vergangenen Jahren hatten immer weniger Menschen Bafög* bekommen. Stark-Watzinger nannte weitere Details: Die Bafög-Förderzeiten sollen demnach verlängert und Altersgrenzen angehoben werden. „Wir wollen zudem die Fördersätze erhöhen sowie die Freibeträge anheben, damit mehr junge Leute Anspruch auf Bafög haben.“

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Ampel-Pläne: Auch Kindergrundsicherung soll kommen

Die Bildungsministerin bekräftigte auch das im Koalitionsvertrag festgehaltene Ziel, die Förderung langfristig elternunabhängiger zu machen. Die Ampel-Regierung plant die Einführung einer sogenannten Kindergrundsicherung, die aus einem einheitlichen Garantiebetrag für alle Kinder bestehen soll und einem vom Elterneinkommen abhängigen Zusatzbetrag. Der Garantiebetrag soll den Plänen zufolge künftig direkt an volljährige Auszubildende oder Studierende ausgezahlt werden.

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Zahl der Bafög-Empfänger in den vergangenen Jahren gesunken

Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Bafög-Empfänger in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken. Nach einem Höchststand von 979.000 Bafög-Empfängern (einschließlich Schüler-Bafög) im Jahr 2012 lag sie im vergangenen Jahr bei nur noch 639.000. Das Deutsche Studentenwerk kritisiert immer wieder, dass Leistung und Freibeträge über die Jahre nicht kräftig genug angepasst wurden und Familien mit mittleren Einkommen mit dem Bafög nicht mehr erreicht würden. (dpa/ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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