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Weniger Gutverdiener in der Coronakrise: Droht bald noch mehr Menschen Arbeitslosigkeit?

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Von: Anne Hund

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Die sinkende Ungleichheit der Einkommen ist ein Phänomen der Krise. Es handelt sich allerdings um eine Momentaufnahme. © Lino Mirgeler/dpa (Archivbild)

Die Kluft zwischen Menschen mit geringerem Einkommen und Gutverdienern in Deutschland hat sich nach einer Untersuchung verringert. Das liegt vor allem an den Selbständigen.

Die Corona-Pandemie hat Mitarbeiter in vielen Branchen finanziell hart getroffen. Besonders die Selbständigen. Die Kluft zwischen Menschen mit geringerem Einkommen und Gutverdienern in Deutschland hat sich nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dadurch insgesamt etwas verringert, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. „Schon in der Finanzkrise hat sich gezeigt, dass sich die Einkommensungleichheit in Krisenzeiten reduziert, weil die oberen Einkommen stärker sinken als diejenigen der unteren Einkommensgruppen“, erläuterte Studienautor und DIW-Experte Markus Grabka laut dpa.

Einkommensungleichheit in Corona-Krise - rückläufige Einkommen von Selbständigen

„In der Corona-Pandemie wirken sich die rückläufigen Einkommen von Selbstständigen besonders auf die Verteilung aus.“ Selbstständige zählen zur oberen Hälfte der Einkommensgruppen.

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Die sinkende Ungleichheit sei allerdings nur eine Momentaufnahme. „Zieht sich die Pandemie noch weit in das Jahr hinein und verschärfen sich die Eindämmungsmaßnahmen noch einmal, könnte dies mit steigenden Insolvenzzahlen und zunehmender Arbeitslosigkeit* einhergehen und auch die Einkommenssituation in der Breite treffen“, warnte Grabka laut dpa.

Corona: Umsätze und Gewinne vor allem im Dienstleistungssektor gesunken

Der Studie zufolge verringerten sich die monatlichen Haushaltsnettoeinkommen der Selbstständigen im zweiten Lockdown um durchschnittlich 16 Prozent oder 460 Euro gegenüber dem Jahr 2019, wie dpa schreibt. Umsätze und Gewinne sind demnach in einigen Wirtschaftsbereichen insbesondere im Dienstleistungssektor wegen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie teils deutlich gesunken.

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Die Einkommen der Angestellten- und Beamtenhaushalte seien dagegen nominal um fünf Prozent gestiegen. In den anderen Haushaltstypen seien sie im Durchschnitt unverändert geblieben. Ausgewertet wurden Daten einer Sondererhebung des Sozio-oekonomischen Panels von Januar und Februar des laufenden Jahres. (ahu) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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