Millionen Familien in Deutschland können sich freuen: Wegen der Corona-Krise sollen Familien mit Kindern finanziell unterstützt werden. Wann und wie kommt der Kinderbonus?
- Wegen der Corona-Krise sollen Familien mit Kindern finanziell unterstützt werden.
- Darauf haben sich die Koalitionsspitzen geeinigt - die Maßnahme ist Teil eines milliardenschweren Konjunkturprogramms.
- Geplant ist ein sogenannter Kinderbonus, bei dem einmalig 300 Euro pro Kind gezahlt werden sollen.
Update vom 9.6.2020: 300 Euro extra pro Kind - wer vor allem davon profitiert
Familien mit Kindern sollen nach den Plänen der Bundesregierung mit dem sogenannten Kinderbonus finanziell unterstützt werden. "300 Euro pro Kind sollen voraussichtlich in drei Raten ausgezahlt werden. Gekoppelt werden soll die Leistung an das Kindergeld, das sich dann folglich drei Mal um 100 Euro pro Monat erhöht", schreibt ntv.de. Die 300 Euro extra pro Kind werden demnach bei der Einkommensteuer mit den Kinderfreibeträgen verrechnet. Will heißen: Nicht alle Eltern profitieren von der zusätzlichen Leistung gleichermaßen, wie Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) dem Portal zufolge erklärt.
Freuen dürfen sich Eltern mit niedrigerem Einkommen: "Nicht verheiratete Eltern profitieren bis zu einem Einkommen von rund 33.900 Euro in voller Höhe vom Kinderbonus", habe Rauhöft ausgerechnet. "Verheiratete Eltern profitieren bis zu einer Einkommensgrenze von 67.800 Euro."
Verdienten Eltern mehr, berichtet ntv.de zudem, brächten die Kinderfreibeträge über die Einkommensteuerveranlagung normalerweise mehr Entlastung als das im Laufe des Jahres gezahlte Kindergeld. Für 2020 bleibe es jedoch auch für diese Eltern meist beim Kindergeld einschließlich Kinderbonus.
"Erst ab einem Einkommen von mehr als 85.900 Euro wirken sich die Freibeträge für 2020 über das Kindergeld hinaus steuerentlastend aus", sagte Rauhöft dem Portal zufolge. Bei unverheirateten Eltern liege diese Grenze bei 42.950 Euro, schreibt das Portal.
"Ab diesem Einkommen wird der zunächst gezahlte Kinderbonus bei der Einkommensteuerklärung* 2020 wieder komplett verrechnet", wird der Experte dort weiter zitiert. "Folglich kommt der vorgesehene Bonus nur Eltern mit geringen und mittleren Einkommen zugute."
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Update vom 5.6.2020: So wird der Kinderbonus an Familien ausbezahlt
In der Corona-Krise sollen Familien mit Kindern den sogenannten Kinderbonus bekommen. Wie wird er ausbezahlt und wer kann mit was rechnen? Familien bekommen den geplanten Kinderbonus von 300 Euro pro Kind in den nächsten Monaten voraussichtlich in drei Raten aufs Konto überwiesen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag berichtete. Die ersten Details dazu habe Familienministerin Franziska Giffey bekanntgegeben.
Das Geld kommt demnach wohl zusammen mit der monatlichen Kindergeldzahlung, wie dpa am Donnerstag weiter berichtete. "Dann würden auf dem Kontoauszug für die Kindergeldzahlung nicht die 204 Euro stehen, sondern über drei Monate 304 Euro", sagte die SPD-Politikerin demnach. Offen war dem Bericht zufolge noch, ob das erste Geld schon im Juli überwiesen wird oder erst später. Sicher sei: Familien mit hohen Einkommen profitieren nicht. Bei einer Paarfamilie mit einem Kind gehe sie davon aus, dass bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 90.000 Euro diese Familien noch vom Kinderbonus profitierten, sagte Giffey dem Bericht zufolge.
Hier gibt es weitere Details zum Corona-Konjunkturprogramm*.
Kinderbonus: Das sollten Familien dazu wissen
"Der Kinderbonus ist sozial gerecht", sagte Giffey dem Bericht zufolge. Gutverdiener würden nicht übervorteilt. Gestärkt würden Familien mit kleinen und mittleren Einkommen. Die 300 Euro extra pro Kind sollen demnach nicht auf Hartz-IV-Leistungen angerechnet werden. Bei der Steuer werden sie allerdings mit den Kinderfreibeträgen verrechnet. Das bedeute für hohe Einkommen, dass sie am Ende nichts von der Sonderzahlung haben, berichtet dpa zudem.
Das sei der Hintergrund: Kindergeld zahlt der Staat auf Antrag bis die Kinder 18 sind oder bis sie ihre Ausbildung beendet haben. Gleichzeitig gibt es für Eltern sogenannte Kinderfreibeträge bei der Steuer (2019: 7.620 Euro pro Kind). Diese werden vom zum versteuernden Einkommen abgezogen, wodurch sich die zu zahlende Steuer verringert. Das Finanzamt prüft dann bei der Steuererklärung automatisch, ob die Eltern mehr vom Kindergeld oder mehr vom Freibetrag hätten. Bei Vielverdienern lohnt sich der Freibetrag mehr. Wenn dennoch Kindergeld ausgezahlt wurde, wird es über die Steuer wieder einkassiert. So ähnlich solle es auch mit dem Kinderbonus gemacht werden, wie dpa am Donnerstag berichtete.
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Update vom 4.6.2020: Kinderbonus für Familien geplant
Die Koalitionsspitzen haben sich im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise auf ein milliardenschweres Konjunkturpaket geeinigt. Geplant ist unter anderem ein Kinderbonus, der vorsieht, dass Familien vom Staat wegen der Corona-Krise Geld bekommen - konkret sind einmalig 300 Euro pro Kind geplant, wie Spiegel Online berichtet. Der Bonus solle mit dem Kindergeld ausgezahlt werden, heißt es dort.
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Update vom 3.6.2020: Koalition berät weiter über Konjunkturpaket
Die Koalitionsverhandlungen um das milliardenschwere Konjunkturpaket gehen am Mittwoch weiter. Debattiert worden war im Vorfeld auch über einen möglichen Familienbonus - auch dazu ist am 2. Juni allerdings nichts entschieden worden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Spitzenvertreter von SPD, CDU und CSU wollten ihr Treffen an diesem Mittwoch fortsetzen.
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Artikel vom 2.6.2020: Familienbonus im Gespräch - 300 Euro pro Kind?
Die Koalition berät über eine Milliardenspritze für die Konjunktur. So wollen die Spitzen der schwarz-roten Koalition am 2. Juni ein Milliardenpaket zur Ankurbelung der Konjunktur in der Corona-Krise* beschließen.
Im Gespräch: ein sogenannter Familienbonus. Das könnte zum Beispiel eine Einmalzahlung von 300 Euro pro Kind bedeuten, um Familien in der Krise zu unterstützen und um den Konsum anzukurbeln. Die SPD setzt sich für einen solchen Bonus besonders ein. Aber auch einige Unionspolitiker haben Sympathien dafür gezeigt.
Diskutiert werden könnte darüber, ob ein solcher Bonus wirklich an alle Familien ausgeschüttet werden soll oder nur an bedürftige Familien.
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Kommt der Familienbonus im Jahr 2020? Was Kritiker sagen
Während derweil viele in der Union große Bauchschmerzen mit der Leistung hätten, wolle die SPD das Geld an alle Familien zahlen, berichtete BR Online zudem. Demnach halten einige Experten den Familienbonus zudem für falsch, so mancher fordert stattdessen ein Ende des Homeschooling. Zum Hintergrund: Eine Begründung für den diskutierten Familienbonus lautete, wie BR Online auch berichtet, dass Eltern mit dem Geld Tablets oder sonstige Geräte für das Homescooling ihrer Kinder kaufen könnten.
Berufstätige Eltern haben es in der Corona-Krise* besonders schwer. Deshalb sollen sie zum Beispiel auch durch Lohnersatzzahlungen* entlastet werden.
Quellen: BR Online, dpa
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